Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Arbeit / Ausbildung

Fortbildung für Elternassistenzkräfte

Elternassistenz unterstützt Eltern mit Körper- und Sinnesbehinderungen und chronischen Erkrankungen dabei, den Alltag mit Kind selbstbestimmt zu gestalten und für dessen Wohl zu sorgen. An drei Tagen befassen sich die Teilnehmer*innen  der Fortbildung u. a. mit folgenden Fragen: Was erwarten behinderte Eltern von einer Elternassistenz? Wie gelingt eine gute Arbeitsbeziehung, damit die Eltern die notwendige Unterstützung erhalten, sich das Kind wohlfühlt und trotzdem die Eltern erste Bezugsperson für das Kind bleiben? Was brauche ich, um als Elternassistent*in gut arbeiten zu können?

Der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) bietet vom 16.-18.03.2018 in Hannover wieder eine Fortbildung für Elternassistent*innen an. Die Fortbildung richtet sich an Personen, die bereits als Elternassistent*in arbeiten oder die sich für dieses Arbeitsfeld interessieren.

Die Ausschreibung finden Sie unter: Ausschreibung Fortbildung für Elternassistenzkräfte 2018

NRW-Landeskoordinierungsstelle „Frauen und Flucht" sucht Projektverantwortliche

Der Förderverein der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros/Gleichstellungsstellen NRW sucht eine wissenschaftliche Fachkraft, gern mit Erfahrung im Integrations- und/oder Frauenbereich. Die Stelle ist vom 01.03.2018 – 31.12.2018 befristet.

Hier geht es zur Stellenausschreibung.

Anschub - Ein Film über Inklusion von Förderschüler*innen in die Arbeitswelt

»Ich möchte nicht ausgegrenzt werden, weil ich diverse Einschränkungen habe. Ich möchte zeigen, dass ich trotz Einschränkungen was kann«, sagt Marcel, der bei der Wuppertaler Stadtsparkasse in der IT-Abteilung auf einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz arbeitet. Die Werkstatt der Lebenshilfe hatte ihn hierhin vermittelt, weil er sich dort in den Arbeitsanforderungen unterfordert fühlte.

Der Film des Medienprojektes Wuppertal thematisiert die Inklusion von Förderschüler*innen in die Arbeitswelt. Hierfür werden Schüler*innen der Abschlussstufe aus verschiedenen Förderschulen, ihre Lehrer*innen und auch Eltern interviewt und in berufsvorbereitenden Maßnahmen gezeigt. Daneben stehen drei ehemalige Förderschüler*innen, die nun – unterstützt – in verschiedenen Betrieben arbeiten bzw. in der Ausbildung sind: einer auf einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz (BIAP), einer als Koch in einem Inklusionsunternehmen und eine als Auszubildende auf dem ersten Arbeitsmarkt. In den Betrieben werden auch die Ausbilder*innen bzw. Chefs der Jugendlichen befragt. Außerdem wird das modellhaft arbeitende Netzwerk Anschub vorgestellt, das 2010 von drei Wuppertaler Schulen mit den Förderschwerpunkten Körperliche und motorische Entwicklung und Geistige Entwicklung gegründet wurde. Dem Netzwerk gehören heute auch Schulen des gemeinsamen Lernens, Fachstellen, Inklusionsunternehmen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Unternehmerverbände, IHK und Betriebe des ersten Arbeitsmarktes etc. an.

Mehr Infos zu dem Film hier.

Teilhabe an Arbeit

Das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium hat ein neues Informationsangebot für Menschen mit Behinderungen und Unternehmen online gestellt: Mit Hilfe der Netzwerk-Landkarte „Teilhabe an Arbeit“ lassen sich schnell und unkompliziert die regionalen Ansprechpersonen für alle Fragen im Zusammenhang von Behinderung und Arbeitswelt finden. Beispielsweise zu Berufswahl und Ausbildung von Menschen mit Behinderungen, den Unterstützungsmöglichkeiten mit Hilfsmitteln, um einen Beruf auszuüben, oder bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeiter*innen für ein Unternehmen.

Die Informationen auf der Internetseite sind leicht zugänglich. So gibt es eine Suchfunktion wahlweise per Landkarte oder alphabetischer Liste nach Städtenamen, außerdem Informationen in „Leichter Sprache“. Hier finden sich für jede kreisfreie Stadt und jeden Kreis die jeweiligen Ansprechpartner*innen mit Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Hier geht es zur Internetseite.

Blickpunkt Frauenarmut

Die Frauenkonferenz „Blickpunkt Frauenarmut“ fand am 15.05.2017 statt. Die Landesfrauensprecherin Jutta König empfing gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen aus dem Frauenpolitischen Ausschuss rund 85 interessierte Teilnehmer*innen. In dem breitgefächerten Vortrags- und Diskussionsprogramm wurden Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen beleuchtet; Themen der Gleichstellung und der Altersarmut standen hierbei im Vordergrund. Insbesondere Frauen mit Behinderung hätten ein ganz besonders hohes Risiko, in die Alltagsarmut zu verfallen, hieß es. Trotz vieler positiver Beispiele für gelungene Inklusion im Arbeitsleben, seien Frauen mit Behinderung nicht nur finanziell armutsgefährdet sondern würden auch darunter leiden, dass die Teilhabe in gesellschaftlich wichtigen Bereichen eingeschränkt oder nicht vorhanden sei.

Die gesamte Dokumentation der Frauenkonferenz steht nun hier zum Download bereit. 

Inklusive Personalstrategien

Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen lohnt sich. Das zeigen die vier Unternehmen, die im Februar mit dem Inklusionspreis der Wirtschaft ausgezeichnet wurden – darunter die AUDI AG. Wie bei ihnen Inklusion gelingt, veranschaulichen vier Kurzfilme.

Hier geht es zu den Filmen.

Discovering Hands - Ausbildung zur Medizinischen Tastuntersucherin

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Discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Menschen zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein. In einer 9-monatigen theoretischen und praktischen Fortbildung werden blinde und sehbehinderte Menschen in qualifizierten Berufsförderungswerken zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) ausgebildet.

Discovering Hands ist immer auf der Suche nach blinden- und sehbehinderten Frauen mit einer abgeschlossenen Ausbildung, die an einer Fortbildung zur Medizinischen Tastuntersucherin interessiert sind. Medizinische Grundkenntnisse sind dabei keine Voraussetzung. Zur Zeit sind schon 21 Medizinische Tastuntersucherinnen bei Gynäkologen und Gynäkologinnen in ganz Deutschland im Einsatz. Weitere Frauen befinden sich gerade im Praktikum oder starten im September mit der Fortbildung.

Um die Tätigkeit einer MTU noch attraktiver zu machen und mehr Praxen bedienen zu können, stellt das Unternehmen die Tastuntersucherinnen seit 1. Juli 2016 selbst ein und „verleiht“ sie per Arbeitnehmerüberlassung wohnortnah an mehrere Gynäkologen. Die beteiligten Praxen können interessierte Patientinnen an ihrem jeweiligen „MTU-Tag“ einbestellen. Die MTU hat ihren festen Einsatzplan und die Sicherheit einer unbefristeten Festanstellung. discovering hands® bietet damit blinden und stark sehbehinderten Frauen die Chance, eine einzigartige Tätigkeit mit Sinn und gesellschaftlicher Anerkennung auszuüben. Ziel ist, in den nächsten drei Jahren insgesamt mehr als 100 MTU zu beschäftigen.

Weitere Infos:

www.discovering-hands.de

Internet - Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Das Portal richtet sich sowohl an Menschen mit Behinderung mit dem Wunsch nach einer Arbeitsaufnahme als auch an interessierte Arbeitgeber und an Berater_innen und Institutionen.

Hier finden Sie gesammelte Informationen von A-Z: von Barrierefreiheit und betrieblichem Eingliederungsmanagement über Fachkräftesicherung durch Inklusion bis zum besonderen Potential von Arbeitnehmer_innen mit Schwerbehinderung/chronischer Erkrankung,

http://www.talentplus.de/index.html

Sehbehinderung als Talent!? Medizinische Tastuntersucherin - ein neues Berufsbild

Die Initiative "discovering hands" setzt den hervorragenden Tastsinn blinder und sehbehinderter Frauen im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung zur Verbesserung der Tastdiagnostik ein. Frauen mit Sehbehinderung, die sich als medizinische Tastuntersucherinnen (MTU) ausbilden lassen, sind in der Lage, bereits sehr kleine Veränderungen in der Brust zu ertasten und machen so aus ihrem Handicap ein Talent. Dieses innovative Konzept dient einem höheren Maß an Sicherheit der Untersuchung, ermöglicht gleichzeitig eine angenehme Untersuchungssituation mit einem Höchstmaß an Zuwendung und Zeiteinsatz und schafft darüber hinaus ein innovatives und sinnvolles Betätigungsfeld für blinde und sehbehinderte Frauen.

Nähere Infos zu "discovering hands" hier.

Genderorientierte Berufsorientierung von Mädchen mit Behinderung

Mädchen mit Handicap einen besseren Zugang zu Ausbildungsberufen verschaffen - dieses Ziel verfolgt das Kompetenzzentrum Frau und Beruf, Bergisches Städtedreieck. Dazu hat es die Schulleitungen von Förderschulen befragt. Darüber hinaus will das Kompetenzzentrum die Entwicklung geeigneter Maßnahmen zum Abbau stereotypen Berufswahlverhaltens unterstützen.

Artikel zum Download.

Immer mehr, immer jünger, immer ärmer. Pressemitteilung des VdK NRW

Krankheit und Behinderung stellt einen hohen Risikofaktor für prekäre Lebensverhältnisse dar. Immer mehr Frauen mit Behinderung leben an der Armutsgrenze. Diese alarmierende Entwicklung beobachten wir als Interessenvertretung behinderter Frauen in NRW. Aus aktuellem Anlass schließen wir uns den Forderungen des VdK NRW nach besserer Unterstützung für Erwerbsminderungsrentner an.

Der Sozialverband VdK als größter Sozialverband Deutschlands setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Leistungen nach Hartz IV und Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden. Die Belastung am Arbeitsplatz steigt und damit auch die Zahl der Menschen, die krankheitsbedingt weit vor dem gesetzlichen Rentenalter aus dem Beruf ausscheiden müssen. "Im Jahr 2012 bezogen in NRW bereits mehr als 340.000 Menschen eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ─ Tendenz steigend. Denn in den meisten Fällen wird diese Leistung mittlerweile aufgrund psychischer Erkrankungen beantragt, die in Zukunft eine noch größere Rolle spielen werden. Die Betroffenen müssen häufig nicht nur mit den gesundheitlichen Einschränkungen leben, sondern auch gegen den sozialen Absturz kämpfen", machte der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, Karl-Heinz Fries, angesichts des heute veröffentlichten Jahresberichts 2013 des nordrhein-westfälischen Landessozialgerichts deutlich.

"Von den mehr als 13.000 Verfahren, die im vergangenen Jahr auf dem Gebiet der gesetzlichen Rentenversicherung bei den nordrhein-westfälischen Sozialgerichten eingegangen sind, wurde rund jedes siebte von den Rechtsexperten des Sozialverbands VdK vertreten", führte Fries weiter aus. "Dabei handelt es sich größtenteils um medizinische Streitverfahren, in denen geklärt wird, ob dem Kläger eine Erwerbsminderungsrente zusteht oder nicht. Entsprechende Anträge werden unseren Erfahrungen zufolge nämlich häufig erst einmal abgelehnt." Neben einer gewissenhaften Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen durch die Behörden fordert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen insbesondere bessere finanzielle Unterstützung für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keiner Arbeit mehr nachgehen können. "Die Zahlbeträge der Erwerbsminderungsrenten sind seit der Jahrtausendwende rasant gesunken und betrugen in unserem Bundesland 2012 im Durchschnitt nur 766 Euro für Männer und 670 Euro für Frauen. Um das hohe Armutsrisiko für die Betroffenen zu senken, reichen die von der Großen Koalition angekündigten Maßnahmen bei weitem nicht aus", betonte der VdK-Landesvorsitzende. "Aus unserer Sicht müssen vielmehr die Abschläge auf die Erwerbsminderungsrente von bis zu 10,8 Prozent komplett abgeschafft werden. Schließlich beantragen die Menschen diese Leistung nicht, um vorzeitig in den Ruhestand zu wechseln, sondern weil sie ernsthaft erkrankt sind und keine anderen Möglichkeiten haben", so Fries. Angesichts der Tatsache, dass immer jüngere Menschen eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beantragen, setzt sich der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen darüber hinaus für Nachbesserungen bei der Rehabilitation ein. "Seit Mitte der 1990er Jahre ist das durchschnittliche Eintrittsalter bei Erwerbsminderungsrenten bundesweit von 52,1 auf 50,7 im Jahr 2012 gesunken. Wollen wir diesen Trend stoppen, müssen die Betroffenen zukünftig rechtzeitig behandelt sowie alle medizinisch notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit gewährt werden", sagte der Vorsitzende. "Die Bundesregierung darf sich daher nicht darauf beschränken, das Budget für diese Leistungen anzuheben, sondern sollte grundsätzlich von einer Begrenzung der Ausgaben durch den sogenannten Reha-Deckel absehen."

Die Pressemitteilung des VdK NRW als pdf-Datei:
02-2014-PM-zum-Jahresbericht-2013-des-LSG-NRW.pdf

Landesregierung NRW richtet 16 Kompetenzzentren "Frau und Beruf" ein

Newsletter Frauenpolitik Juni 2011 berichtet über Einrichtung der Kompetenzzentren „Frau und Beruf“

Die Landesregierung von CDU und FDP hat den ehemals 46 „Regionalstellen Frau und Beruf“ in NRW mit dem Haushalt 2007 die Landesförderung komplett gestrichen. Das bedeutete das Aus der meisten dieser Regionalstellen, die eine wichtige Funktion der Beratung bei u.a. Wiedereinstieg und Existenzgründung innehatten. Mit dem neuen Konzept der 16 Kompetenzzentren „Frau und Beruf“, das mit vielen frauen- und arbeitsmarktpolitischen Akteuren in den letzten Monaten erarbeitet wurde, werden wir der Frauenförderung einen neuen Stellenwert einräumen.

Die Kompetenzzentren sollen in den 16 bestehenden Arbeitsmarktregionen an den Start gehen. Dafür stehen im Landeshaushalt insgesamt 5 Mio. Euro zur Verfügung. Die Kompetenzzentren sollen nicht die betroffenen Frauen selbst beraten, sondern das Wissen um Frauenförderung in die bestehenden Strukturen tragen. Deshalb sollen die Kompetenzzentren eng mit den Akteuren in der Region, wie den Kommunen, Regionalagenturen, Gewerkschaften, Kammern etc., zusammenarbeiten. So sollen gemeinsam  die Bedarfe erkannt, Kooperationen eröffnet und Handlungsanforderungen gebündelt werden. Ziele sind u.a. die Steigerung weiblicher Erwerbstätigkeit, die Schaffung neuer Zugänge zum Arbeitsmarkt, der Abbau von Hemmnissen beim Berufs- und Wiedereinstieg, die Verbesserung von Aufstiegschancen für Frauen sowie die Unterstützung von Gründerinnen.

NetzwerkBüro kooperiert mit Kompetenzzentren Frau und Beruf

Immer mehr Beratungsstellen öffnen sich für die Belange von Frauen mit Behinderung, so auch die Kompetenzzentren Frau und Beruf in NRW. Das NetzwerkBüro wurde von der Koordinierungsstelle für die Kompetenzzentren angefragt, eine Fortbildung der Mitarbeiterinnen der Kompetenzzentren durchzuführen. Diese stieß auf großes Interesse, die Beraterinnen ließen sich aufklären über die Lebens- und Beschäftigungssituation von Frauen mit Behinderung. In der vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter organisierten Veranstaltung ging es sowohl um die Vermittlung von Grundlagenwissen über Daten und Fakten sowie gesetzliche Grundlagen der Rehabilitation als auch um die verschiedenen Arten von Behinderung. Darüber hinaus wurden Beispiele gelungener gendergerechter Inklusion aufgezeigt sowie Möglichkeiten der Vernetzung zur Optimierung der Beratung zu Teilhabechancen behinderter Frauen.

Weitere Fortbildungs- und Vernetzungsveranstaltungen zu diesem brennenden Thema sind in Köln und Bielefeld geplant.

Präsentation I zum Thema der Fortbildung

Präsentation II

Zur Homepage der Kompetenzzentren

Sensibilisierung von ArbeitgeberInnen und UnternehmerInnen für die Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen mit Behinderung

Bei der Bewerbung behinderter/chronisch erkrankter Frauen und Männer bestehen große Unsicherheiten sowohl auf Seiten der Bewerber als auch auf Seiten der Arbeitgeber. Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung äußern Ängste vor Überforderung und Diskriminierungen. Bei Unternehmern und potentiellen Arbeitgebern herrschen Unsicherheit und Vorurteile aufgrund mangelnder Kenntnisse im Umgang mit Behinderungen. Fragen nach Leistungsgrenzen und Leistungsfähigkeiten werden z.B. häufig verschwiegen.

Das Projekt "Job Win Win!" der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. setzt sich für mehr Vielfalt durch Teilhabe behinderter Menschen in Betrieben ein. Ziel des Projektes ist u.a. die Gründung eines Netzwerkes, das potentiellen Arbeitgebern Ängste nehmen und vom Mehrwert der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung überzeugen will.

Newsletter job Win Win 13

Was macht gute Beratung aus?

Beratung für Frauen mit Behinderung zu Fragen der Aus- und Fortbildung und den Möglichkeiten beruflicher Teilhabe gestaltet sich häufig sehr schwierig. Das liegt u.a. an den unterschiedlichen Zuständigkeiten und der mangelnden Durchlässigkeit und Vernetzung der Unterstützungssysteme. Selbst die BeraterInnen finden sich bisweilen kaum zurecht im "Beratungsdschungel". Für die betroffenen Frauen mit Behinderung, die ihr Menschenrecht auf Teilhabe durch Arbeit und Ausbildung einlösen wollen, ist dieser kaum noch zu durchblicken.

Ein Mitglied des Expertinnenrats hat Merkmale guter Beratung unter der Bedingung der entsprechenden sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in untenstehendem Vortrag zusammengefasst.

Zum Vortrag

Initiative Inklusion des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Die Maßgaben der UN - Behindertenrechtskonvention zielen auf die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen. Dazu gehört v.a. eine verbesserte Teilhabe am Arbeitsleben. Die Verwirklichung einer inklusiven Arbeitswelt stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Initiative Inklusion wurde von der Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern, der Bundesagentur für Arbeit, den Kammern, Integrationsämtern und der Hauptfürsorgestelle entwickelt und stellt insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen folgende Ziele erreicht werden:

- umfassende Beratung schwerbehinderter SchülerInnen über ihre beruflichen Möglichkeiten

- Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für junge Menschen mit Behinderung und mehr Arbeitsplätzen für ältere Menschen mit Behinderung

- Förderung von mehr Inklusionskompetenz bei den Kammern

Näheres unter

http://www.alle-inklusive.de/initiative-inklusion-des-bmas/

http://www.einfach-teilhaben.de

"Unternimm was!" Frauen mit Behinderung machen sich selbstständig



Magazin "existenzielle" informiert über Unternehmerinnen mit Handicap:

Leistungsstark, belastbar und 150-prozentig einsatzfähig. Dieses Bild eilt Selbstständigen voraus und trifft die Realität nur im Ausschnitt. Unternehmerinnen mit Handicap setzen diesem Bild ihre Realität entgegen und zeigen: Es kann klug sein, den eigenen Arbeitsplatz so zu gestalten, dass er den eigenen Fähigkeiten entspricht.

http://www.existenzielle.de/cms/Selbststaendig-mit-Handicap/index-a-78.html

Beratungsstellenverzeichnis für behinderte Studierende

Der Deutsche Verein der Blinden- und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) hat eine Liste mit Beratungsangeboten für Studierende mit Behinderung zusammengestellt. Die Übersicht umfasst Hochschulstandorte in ganz Deutschland und hebt besondere Angebote für sehbehinderte und blinde Studierende hervor.

Beratungsstellenverzeichnis zum Download

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Publikation der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Frauen mit Behinderungen sind leider überproportional häufig von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat nun seine Publikation „Grenzen setzen – Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?“ in barrierefreie Formate (leichte Sprache und Gebärdensprache) übersetzen lassen. Den Text gibt es auch in Brailleschrift und einem für Vorlesesoftware optimiertem Format.

Den Text in leichter Sprache finden Sie unter http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/Service/LeichteSprache/LS_Grenzen_setzen/LS_Grenzen_setzen_node.html

Das Gebärdensprachvideo finden Sie hier:

http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/Service/Gebaerdenvideos/dgs_grenzen_setzen/dgs_grenzen_setzen_node.html

Den gedruckten Flyer sowie ein Plakat zum Thema sexuelle Belästigung können Sie unter

www.antidiskriminierungsstelle.de/publikationen herunterladen oder bestellen.