NetzwerkBüro
NetzwerkBüro… Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW
Das NetzwerkBüro NRW, Landesprojekt und operative Schaltstelle und Motor des Netzwerkes, führt als zentrale Informations- und Koordinierungsinstanz die Fäden zusammen. Eine Projektleiterin und zwei Mitarbeiterinnen mit und ohne Behinderung initiieren und realisieren unterschiedlichste Projekte, geben Impulse, zeigen Beispiele guter Praxis auf, informieren über Broschüren, Dokumentationen und über das Internet, vermitteln Ansprechpartner… und all dies gemeinsam mit einem beständig wachsenden Netzwerk aus unterschiedlichen Institutionen und Personen.
Eingerichtet wurde das Büro am 15. April 1996. Seitdem wird es gefördert vom jetzigen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und steht in Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e.V. mit dem Sitz in Münster. Das Büro arbeitet im Interesse der Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischen Erkrankungen in NRW.
Der Auftrag und das wichtigste Ziel
Das wichtigste gemeinsame Anliegen von Netzwerk und NetzwerkBüro ist die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung in NRW.
Um dies zu erreichen, treten wir in der gesellschaftlichen und politischen Öffentlichkeit ein für die Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung betroffener Frauen und Mädchen.
Gemeinsam mit den Frauen des Netzwerkes decken wir die besonderen Belange behinderter Frauen auf, ihre Bedürfnisse, Erfahrungen und Wünsche sowie die strukturellen und ideellen Barrieren, denen betroffene Frauen immer wieder ausgesetzt sind. All dies tragen wir in die Öffentlichkeit, um im Verbund geeignete Lösungen und Wege zu erarbeiten und Beispiele guter Praxis weiterzugeben.
Die Mitarbeiterinnen tragen Fakten, Berichte und Informationen zur Erstellung von Analysen zur besonderen Situation behinderter Frauen und Mädchen zusammen und geben dies weiter an die Öffentlichkeit. Sie führen zudem die entsprechende Informations- und Medienarbeit durch – über Infoblätter, Broschüren, Dokumentationen, über das Internet und die Teilnahme an Messen und Selbsthilfetagen sowie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Medien.
Motor für Dialog und Vernetzung
Das NetzwerkBüro NRW initiiert und begleitet den Erfahrungsaustausch und Dialog zwischen politisch Handelnden, Maßnahmeträgern, Forschungseinrichtungen und betroffenen Gruppierungen sowie den Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankungen. Es bewegt sich damit im Schnittfeld zwischen Behinderten- und Frauenpolitik und arbeitet als Vernetzungsinstanz inzwischen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen.
Mit diesen Institutionen stehen wir in Kontakt:
- Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW
- Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW
- Landesbehindertenbeauftragter NRW und Landesbehindertenrat NRW
- Frauenausschuss und die politischen Parteien der Landesregierung NRW
- Integrationsämter der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland sowie Integrationsfachdienste
- Diverse Frauenberatungsstellen und Frauenbüros in NRW sowie BehindertenkoordinatorInnen und Gleichstellungsbeauftragte in verschiedenen Kreisen, Städten und Kommunen
- Weiterbildungseinrichtungen, Universitäten und Forschungseinrichtungen
- Verschiedene Berufsförderungs- bzw. Berufsbildungswerke sowie Einrichtungen, Agenturen und Beratungsstellen der beruflichen und gesundheitlichen Rehabilitation
- Arbeitsbündnisse des Landes NRW, wie zum Beispiel das Gesundheitsnetzwerk NRW, die Patientenvertretung NRW, der runde Tisch „Frauen in Not“ des Landtages NRW, der Frauengipfel NRW etc.
Für uns wichtige Ansprechpartner auf Bundesebene sind Projekte und Initiativen wie:
- Weibernetz e. V.
- Netzwerke von Frauen und Mädchen mit Behinderung in anderen Bundesländern
- Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE (BAG)
Die Mitarbeiterinnen des NetzwerkBüros
Petra Stahr-Hitz
Projektleiterin und Referentin des NetzwerkBüros NRW
Petra Stahr-Hitz ist seit 1996 Projektleiterin und pädagogische Referentin des NetzwerkBüros. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind der Aufbau einer landesweiten Selbsthilfestruktur des Netzwerks von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in NRW, die Kooperation und Vernetzung mit Organisationen und Institutionen der Behindertenhilfe und die themenbezogene Zusammenarbeit mit politischen Gremien des Landes NRW. Der Aufbau einer Vernetzungsstruktur in Zusammenarbeit mit der landesweiten Selbsthilfe sowie mit Initiativen und Organisationen der Frauen des Landes NRW steht dabei im Vordergrund. In ihrer Beratungstätigkeit arbeit sie nach dem Prinzip "Betroffene beraten Betroffene", genannt "peer counseling".
Petra Stahr-Hitz arbeitete vor 1996 in der Erwachsenenbildung und war Mitarbeiterin in verschiedenen Projekten wie z. B. der awo-Krebsberatungsstelle in Münster. Sie ist selbst körperbehindert und Mutter einer erwachsenen Tochter.
Andrea Lehmann
Sachbearbeiterin, Yogalehrerin
Schwerpunkttätigkeitsfelder im NetzwerkBüro: Buchhaltung, Abwicklung und Dokumentation der Finanzen, Titelverwaltung, Organisation von Veranstaltungen, Pflege des Internetauftritts, Layout-Gestaltung, Dokumentationen und vieles mehr...
Erfahrungen:
- langjährige Erfahrungen rund ums Büro (z.B. als Schulsekretärin und ReNo-Fachangestellte)
- Weiterbildungen in den Bereichen Internet, Layout, Zeitmanagement, Soziale Kompetenz
- Ausbildung zur Yogalehrerin
- Eigene Schwerbehinderung
- Mitarbeit und Gründungsmitglied im Projekt „Hof-Eiche-24“ ; generationsverbindendes Wohnen und Leben
- Glücksforschung
Monika Pelkmann

Projektmitarbeiterin, Referentin, Erziehungswissenschaftlerin
Schwerpunktthemen im NetzwerkBüro: Behinderung und Sexualität; Teilhabe von Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung am gesellschaftlichen Leben durch Arbeit und Berufstätigkeit
Projekt Laut(er)starke Frauen - Projekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung.
Erfahrungen:
- jahrzehntelange Arbeit mit und für Frauen
- Expertin für den Aufbau von Begegnungszentren für Frauen mit Kindern und für landesweite Vernetzungsarbeit
- Projekt ExpertInnen-Netzwerke für Teenagermütter in verschiedenen Städten in NRW
- Vortragstätigkeit zu Themen der Pädagogik und Erziehungsberatung
- Sympathie für alles außerhalb gesellschaftlicher Norm, seit 2002 durch eine chronische Erkrankung mit dem Behinderungsthema vertraut
- Fortbildungen in partnerzentrierter Gesprächstherapie, PeerCounseling und Atemtherapie
- Leidenschaft: Atemarbeit im Warmwasser
Wiebke Bewernitz
Projektreferentin, Erziehungswissenschaftlerin
Projekt: Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung / chronischer Erkrankung unter genderspezifischen Aspekten. Ein Kooperationsprojekt mit der LAG SELBSTHILFE e.V. www.lag-selbsthilfe-nrw.de Gefördert durch die AOK Rheinland / Hamburg und AOK Westfalen-Lippe.
Erfahrungen:
Projekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung „Laut(er)starke Frauen“ – ein Kooperationsprojekt des NetzwerkBüros, der LAG SELBSTHILFE und der BAG SELBSTHILFE. Gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit.
Projekt "Handeln für Mich", ein Beratungsangebot für Studentinnen der autonomen Frauenforschungsstelle Münster e.V. D.I.W.A.
Öffentlichkeitsarbeit
Wissenschaftliche Auseinandersetzung und Interesse an Themen der Geschlechterforschung, u. a. Gewalt gegen Frauen und Geschlechterkonstruktion in Partnerschaften

