Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Aktuelles

Internationaler Frauentag 2016: wir fordern barrierefreien Gewaltschutz!

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2016 schließt sich das NetzwerkBüro den Forderungen seiner Bundeskolleginnen an: Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung haben ein Menschenrecht auf barrierefreien Gewaltschutz. Zusätzlich finden wir empörend, dass Frauen mit Behinderung, die laut einer Studie doppelt so häufig Gewalt erfahren, kaum Zugang zu einer adäquaten therapeutischen Versorgung haben. Auf diesen dringenden Handlungsbedarf haben wir die Psychotherapeutenkammer NRW hingewisen. Noch steht eine Antwort aus.

Zur Pressemitteilung des Weibernetz.

Diskriminierung und Respektlosigkeit – NICHT MIT UNS!

Erfolgreicher Empowerment - Tag des NetzwerkBüros Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW: Diskriminierung und Respektlosigkeit – NICHT MIT UNS!
Unser diesjähriges Empowermentseminar befasste sich mit dem Thema: Wie begegne ich Diskriminierungen und Respektlosigkeiten? Wie überwinde ich Wut und Ohnmachtsgefühle? Was hilft mir, ins Handeln zu kommen und mir Respekt für meine Rechte zu verschaffen?

Wir haben die große Befragungsaktion der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Anlass genommen, uns mit Hilfe der Empowerment–Trainerin Martina Bünger anzuschauen: “Wo und wie werde ich diskriminiert und respektlos behandelt? Wie äußere ich meine Sorgen und meinen Unmut? Was hilft mir wirklich, um mich in meinem Frust zu entlasten?“ An diesem Tag gab es auch ganz konkret die Möglichkeit, sich an der Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen zu beteiligen.  Diskriminierungserfahrungen benannten die über 50 Teilnehmerinnen vor allem in den Bereichen Arbeit und Ausbildung, Gesundheits- und Hilfsmittelversorgung, Frausein mit Behinderung/chronischer Erkrankung, Sexualität und Partnerschaft, Wohnen, Freizeit und Kultur.
In einem zweiten Schritt ging es darum, unsere Kritik und unsere Grenzen so zu äußern, dass sie gehört und respektiert werden und wir nicht mit dem Gefühl zurückbleiben: Es ändert sich ja sowieso nichts! So sorgen wir selbst mit für die Verwirklichung von Art. 3 des Grundgesetzes: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Programm zum Download.

Vortrag M. Bünger

Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen für Gertrud Servos, Sprecherin des Netzwerks

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft übergibt Frau Servos den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

Liebe Gertrud, wir Frauen vom Netzwerk und NetzwerkBüro gratulieren Dir zur Verleihung des Landesverdienstordens! Du hast diese Auszeichnung mehr als verdient für Deinen stetigen ehrenamtlichen Einsatz für Inklusion. Dein Lebenswerk ist geprägt vom unermüdlichen Engagement für die Verwirklichung von Menschenrechten. Dabei liegt Dir die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung sehr am Herzen. Nicht nur die Frauen des Netzwerks durften die letzten 20 Jahre von deinem Einsatz profitieren.

Aus der Laudatio: "Gertrud Servos aus Neuss prägt seit fast 20 Jahren als Mitglied und seit 2010 als Vorsitzende des Landesbehindertenrates sowie seit vielen Jahren als Mitglied des Beirates des Landesbehindertenbeauftragten NRW die Behindertenpolitik des Landes mit."

Zur Situation von Mädchen und jungen Frauen, die geflüchtet sind

Unter den Tausenden Menschen, die in diesen Tagen aus ihren Ländern nach Deutschland fliehen, sind natürlich auch Mädchen und junge Frauen, unbegleitet oder mit Familie. Dazu gehören auch Mädchen und Frauen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. In dieser Ausnahmesituation sind die jungen, oft traumatisierten Menschen besonders schutzlos und gewaltgefährdet. Zur Komplexität dieses Problems hat die LAG Mädchen- und Frauenpolitik Bayern ein Positionspapier verfasst, dem wir uns als NetzwerkBüro anschließen.

http://www.bagkjs.de/media/raw/LAG_Bayern_Positionspapier_gefluechtete_Maedchen.pdf

Auch die Zeitschrift Handicap schildert in einem Artikel ihrer Sommerausgabe 2015 die besondere Problematik geflüchteter Menschen mit Behinderung, deren Unterkunft in ihrem Zufluchtsland nur allzu selten barrierefrei ist.

Kostenloses Probeheft unter info@handicap.de

TeilnehmerInnen gesucht für Videoprojekt über Sexismus

Für ein neues Filmprojekt über Sexismus sucht das Medienprojekt Wuppertal Teilnehmerinnen.

Auch und gerade Mädchen und junge Frauen nehmen Sexismus in seinen verschiedenen Ausprägungsformen aktuell wahr. Sie nehmen ihn anders wahr als in der Frauenbewegung der Siebziger- und Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts und gehen damit auch anders um. Betroffen von Sexismus sind – unabhängig von ihrer eigenen Wahrnehmung und Deutung – 100 % aller Mädchen und Frauen.

In dem geschlechtsspezifischen Videoprojekt soll mit Mädchen und jungen Frauen in Projektgruppen eine Filmreihe über ihr Erleben von und ihre Auseinandersetzung mit Sexismus produziert werden. Die Filme sollen fiktionale und dokumentarische Umsetzungen des Themas beinhalten. Die Teilnehmerinnen bestimmen in allen Teilen künstlerisch und inhaltlich die Filmproduktion mit. Die Filmreihe soll anschließend öffentlich im Kino präsentiert und auf DVD für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit genutzt werden.

Ziel des Filmprojektes ist es, männliche wie weibliche ZuschauerInnen für das Thema Sexismus zu sensibilisieren, Verständnis für Genderaspekte zu erzeugen und Geschlechtergerechtigkeit und damit ein positives Leben und Zusammenleben aller mit gleichen Entwicklungschancen unterstützen. Es soll zudem eine Plattform geschaffen werden, um von persönlichen negativen Erfahrungen, Ängsten und Eindrücken zu berichten und über ein Tabuthema aufzuklären, auch wenn dieses im Zeitgeist für uncool und unzeitgemäß gehalten wird. Auch wenn auch Jungen und Männer von Geschlechterungerechtigkeit betroffen sind, fokussiert dieses Filmprojekt thematisch Mädchen und junge Frauen und versucht hierbei, kämpferisch-progressiv vorzugehen und Frauen nicht in einer Opferrolle festzuschreiben.

Inhaltlich soll es in den Filmarbeiten und in dem Film um die folgenden Aspekte gehen:

  • Sprachlicher Sexismus
  • Alltägliche Belästigung (auf der Straße, in der Schule, beim Feiern etc.), Übergriffigkeit, »Selbst schuld«-Begründung bei scheinbar oder tatsächlich körperbetontem oder/und lustvollem weiblichen Auftreten
  • Moderner Sexismus (Leugnung der Diskriminierung, Ablehnung von Forderungen der Gleichberechtigung)
  • Sexismus in der Schule
  • Religiöser Sexismus bei Christen und Muslimen
  • Positiv gemeinter Sexismus (Ritterlichkeit, Beschützer, Kavalier)
  • Sicherheit und Gewalt 
  •  Sexismus in der Werbung und in den Medien (Internetforen, TV etc.)
  • Sexismus am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz
  • Sexismus in der Kinder- und Jugendliteratur (z. B. Prinzessinnen- und Hexenmythos in den deutschen Märchen)
  • Liebesbeziehungen und Sexualität (Anmache, geschlechterspezifisches Image als »Held« oder »Schlampe« bei lustvoll-sexuellem Auftreten)
  • Klischees, was Mädchen/Frauen schlecht oder nicht können bzw. (umgekehrt) gut können sollen (Autofahren, Hausarbeit, Kinder betreuen etc.)
  • Privilegien, Privilegierte aus Machtverhältnissen


Für das Filmprojekt können sich Interessierte melden beim:

Medienprojekt Wuppertal
Gina Wenzel, Yasemin Markstein
Fon: 0202-563 2647
info@medienprojekt-wuppertal.de

Behindertenbeauftragte Bentele: "Menschen mit Behinderung brauchen Beratung aus einer Hand"

Alle Beratungsangebote aus einer Hand, weil Menschen mit Behinderung wissen müssen, woher sie schnell Hilfeleistungen bekommen. Das fordert die neue Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). "Das Grundproblem ist, dass Menschen es schwer haben herauszufinden, was es für Unterstützungsmöglichkeiten gibt – egal, ob sie von Geburt an behindert sind oder die Behinderung im Laufe ihres Lebens bekommen haben", kritisiert die zwölffache Paralympics-Siegerin. "Ich habe da noch kein perfektes Konzept", bekennt die 32-Jährige offen. Der Servicegedanke müsse im Vordergrund stehen.

Aus: Infomail des AOK-Bundesverbandes vom 23.04.14.

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