Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Aktuelles

Untersuchung zur positiven Wirkung von Empowerment – Training

Zu einem selbstbestimmten Leben gehört das Gefühl, sein Leben gut bewältigen zu können. WissenschaftlerInnen nennen dieses Empfinden Kohärenzgefühl (Sense of Coherence = SOC). Prof. Dr. Gisela Hermes von der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK Hildesheim hat in einer Studie bei einer Gruppe von an MS (Multiple Sklerose) erkrankten Menschen eine Steigerung des SOC Wertes festgestellt, nachdem diese ein einjähriges Empowerment – Training durchlaufen hatten.
Sie plädiert für ein flächendeckendes Angebot von Empowerment – Kursen als Maßnahme zur Umsetzung der Forderung der UN – Behindertenrechtskonvention nach Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung.
Das NetzwerkBüro wird dem Thema Empowerment sein diesjähriges Plenum widmen. Näheres dazu in Kürze auf dieser Homepage.
Mehr zu Empowerment – Trainings und zur Studie unter

www.lebensnerv.de

Frauen mit Behinderung zu einem weit höheren Anteil von Gewalt betroffen als der Durchschnitt der weiblichen Bevölkerung

Erste repräsentative Untersuchung über die Lebenssituation, Belastungen, Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen von behinderten Frauen in Deutschland

Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegebene Untersuchung wurde 2011 durchgeführt von der Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF). Repräsentativ befragt wurden 1.561 Frauen zwischen 16 und 65 Jahren, davon 800 Frauen in Haushalten und 420 Frauen in Einrichtungen (318 Frauen mit sog. geistiger Behinderung, 102 Frauen mit vorw. psychischen Behinderungen). Darüber hinaus wurde eine nicht repräsentative Zusatzbefragung von 341 seh-, hör- und schwerstkörper-/mehrfach behinderten Frauen durchgeführt.

Eine qualitative Befragung von 31 von Gewalt betroffenen Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen lieferte vertiefende Erkenntnisse über das individuelle Gewalterleben und Erfahrungen mit Unterstützung.

Erste Ergebnisse der Studie wurden nun von der Universität Bielefeld veröffentlicht. Sie bestätigen die Erfahrungen aus der Praxis von Fachberatungsstellen: Frauen mit Behinderung sind zu einem weit höheren Anteil in ihrem Leben von Gewalt, Übergriffen und Diskriminierung betroffen als der Durchschnitt der weiblichen Bevölkerung.
Auffällig sind die hohen Belastungen durch sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend, die sich im Erwachsenenleben fortsetzen.
Die Studie belegt darüber hinaus, dass personale Gewalt häufig eingebettet ist in ein System struktureller Diskriminierung.
Ebenso bergen geschlossene Systeme wie Wohn- und Werkstätten ein Risiko von gewalttätigen Übergriffen, die unentdeckt bleiben.
Die Studie untersuchte auch die Möglichkeiten des Zugangs der Frauen zu Unterstützungs- und Schutzangeboten. Diese sind wenig bedarfsgruppengerecht sowie hochschwellig u.a. durch mangelnde Barrierefreiheit sowohl in baulicher als auch in kommunikativer Hinsicht.
Aus den Ergebnissen der Studie resultiert eine Vielzahl von Handlungsanforderungen, die den Handlungsbedarfen zur Umsetzung der UN - Behindertenrechtskonvention entsprechen. Dazu gehört neben einem nachhaltigen Abbau von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen mit Behinderung durch gezielte Bewusstseins- und Öffentlichkeitsarbeit die Entwicklung zielgruppenspezifischer Präventions-, Unterstützungs- und Interventionsmaßnahmen.

Fachtagung des LVR am 07.11.2011 in Köln GENDER INKLUSIVE? Rechte von Frauen und Männern in der UN - Behindertenrechtskonvention

Frauenrechte in der UN - Behindertenrechtskonvention

Die UN - Behindertenrechtskonvention benennt die Mehrfachdiskriminierung von Frauen mit Behinderung und fordert die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte v.a. bei den Themen Gesundheitsversorgung, Zugang zu Ausbildung und Arbeit sowie Gewaltschutz. Der Fachtag lädt ein zur Diskussion u.a. folgender Fragen: Wo sehen Menschen mit Behinderung selbst Handlungsbedarfe zur Umsetzung ihrer Rechte? und Wie ist der erste Entwurf der Bundesregierung für einen nationalen Aktionsplan aus geschlechtssensibler Perspektive zu bewerten?

Darüber hinaus bietet der Fachtag Gelegenheit, eine einzigartige Ausstellung kennenzulernen: Brücke zum Selbst - Frau sein mit Behinderung. Junge Frauen des HeilpädagogischenTherapie- und Förderzentrums St. Laurentius Warburg zeigen mit den Ergebnissen ihrer Fotowerkstatt einen Einblick in ihre Lebensräume und - träume.

Einladung zum Fachtag hier zum Download.

Einladung zur Ausstellungseröffnung hier zum Download

100 Jahre Internationaler Frauentag 2011

Netzwerkerinnen feiern mit 1000 Frauen "100 Jahre Internationaler Frauentag"

Am 19. März 2011 sind mehr als 1.000 Frauen der Einladung von Emanzipationsministerin Barbara Steffens und Frauenverbänden aus Nordrhein-Westfalen gefolgt, um gemeinsam mit einem vielfältigen Programm in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr dieses Jubiläum des Kampfes für Frauenrechte und Chancengleichheit zu feiern. In ihrer Begrüßungsrede betonte Ministerin Steffens: „Es geht vor allem auch darum, jeder Frau, egal ob jung oder alt, mit oder ohne Migrationsgeschichte, mit oder ohne Behinderung, lesbisch oder heterosexuell ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Gemeinsam packen wir diese Aufgaben an!"

Das NetzwerkBüro bereicherte den Tag mit der Organisation einer Ausstellung zum Thema „Brücke zum Selbst - Frau sein - mit Behinderung. Diese wurde erstellt in einer Fotowerkstatt des Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrums St. Laurentius - Warburg. In dieser Ausstellung treten junge Frauen mit Behinderung auf eindrucksvolle Weise mit ihrer fotografischen Selbstdarstellung in Dialog mit den BetrachterInnen.

An einer lebhaften Talkrunde zum Thema "Körperideale - ideale Körper" nahm neben der Netzwerksprecherin Gertrud Servos auch Prof. Dr. Barbara Duden von der Leibniz Universität Hannover teil.

Die Performance "Power of Pussy" des Theaterkollektivs Fräulein Wunder AG bot "nackte Tatsachen" und eine gehörige Portion Selbstironie. In einem Rückblick auf die Geschichte der Frauenbewegung wurde an den legendären Tomatenwurf von Sigrid Rüger auf dem Delegiertenkongress des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) erinnert, der 1968 die zweite Welle der Frauenbewegung ausgelöst hatte. Nach dem Tomatenwurf wurden an den Universitäten Frauengruppen bzw. Weiberräte gebildet, die die Öffentlichkeit – mit teilweise spektakulären Aktionen – auf bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufmerksam machten.

Für die Netzwerkfrauen war dieser prallgefüllte Tag eine schöne Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und Freundinnen und Bündnispartnerinnen wiederzusehen.

Projektförderung für zwei weitere Jahre gesichert

Projekt Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung

Seit 2009 arbeitet die LAG SELBSTHILFE NRW in Kooperation mit dem NetzwerkBüro am Projekt Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung.

Mit dem Projekt werden die Belastungen behinderter und chronisch erkrankter Frauen und Männer, die psychischen Auswirkungen und die Aktualität des Themas in der Gesundheitsversorgung und Selbsthilfe analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Enttabuisierung des Themas in der Öffentlichkeit.

Das Projekt wurde im 1. Jahr gefördert durch die Krankenkassen AOK NordWest und Rheinland/Hamburg. Diese haben jetzt grünes Licht für eine Förderung für weitere 2 Jahre gegeben. Das rege Interesse an dem Projektthema, auf das die Projektdurchführenden u.a. mit einer großen Veranstaltung im Jahr 2011 gestoßen sind, gibt Anlass zur Fortführung dieses einzigartigen Aufklärungs- und Vernetzungsprojektes. Weitere Informationen zum Projekt s. unter Projekte.

REHACARE 2010

15-jähriges Jubiläum auf der REHACARE Messe in Düsseldorf

15-jähriges Jubiläum auf der REHACARE Messe in Düsseldorf
15-jähriges Jubiläum auf der REHACARE Messe in Düsseldorf

Das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankungen NRW feierte auf der REHACARE Messe in Düsseldorf Ihr 15 jähriges Jubiläum.

Wir danken unseren Gratulantinnen und Gratulanten:

Liebe Netzwerk-Frauen, engagiert, kreativ, optimistisch, professionell, hartnäckig, so kennen wir Euch und wollen gerne auch die nächsten 15 Jahre zusammen arbeiten!
Verena Mäckle / LAG Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen

Werte Netzwerk-Frauen,
macht bitte weiter!
Ich und das Büro bauen auf Eure Kraft. 

Norbert Killewald / der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange von Menschen mit Behinderung

Liebe Netzwerkfrauen,
Herzlichen Glückwunsch vom ZsL Köln. 
Ihr habt Euch dieses Themas angenommen und es ist ein großer Auftrag, den Ihr toll ausfüllt. 
Alles Gute für die weitere Arbeit
Horst Ladenberger, ZsL Köln

Liebe Netzwerk-Frauen,
ganz herzlichen Glückwunsch!!
Ich bin stolz auf Euch, Ihr seid wichtig!
Macht bitte weiter, auch wenn es ab und an schwer ist.
Ich freue mich auf die weiteren Kontakte!

Herzlichst
Eure Berit Fesenfeld
WDR

Liebe Frauen des Netzwerks und NetzwerkBüros „Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW“
ich gratuliere zum 15-jährigen Bestehen und bedanke mich für Ihren teilweise noch länger andauernden außerordentlichen Einsatz für die Belange von Mädchen und Frauen mit einer Beeinträchtigung. Ich bin, seit ich mit Ihnen zusammenarbeite, beeindruckt von Ihrem Willen, Ihrem Handeln zum Erreichen Ihrer Ziele.

Ute Waag
MGEPA NRW, Referat „Gesellschaftliche Teilhabe“

Herzlichen Glückwunsch, liebe Netzwerkfrauen, zu Eurem Geburtstag. 
Jetzt seid Ihr 15. Da kommt Ihr dann also in die Pubertät. Da entfalten viele Frauen Kraft und Schönheit. Diese wünsche ich Euch für die weiteren Jahre und Kampfesgeist dazu.

Ute Dohmann-Bannenberg
HPZ-St. Laurentius-Warburg

Niemand ist erfolgreich – allein, deshalb danke ich allen Netzwerkerinnen für den geleisteten Einsatz in den letzten 15 Jahren!
Machen wir uns auf den Weg in eine inklusive Zukunft! 

Gertrud Servos
Sprecherin des Netzwerkes

Ein Leben ohne Netzwerk ist undenkbar!
Geballte Mädchen- und Frauenpower braucht das Land!

Eure Dagmar Greskamp
Netzwerkfrau Dortmund

Liebe Netzwerk-Frauen!
Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Kraft und Mut für Ihre Netzwerkarbeit. Es bleibt noch viel zu tun, um wirklich bessere Bedingungen und Chancen für Frauen mit Behinderungen durchzusetzen.
Grüßen Sie alle von mir und feiern Sie diese 15 Jahre Einsatz für gleichberechtigte Chancen und Teilhabe und schöpfen Sie in dieser Feier viel Kraft für Ihre künftige Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Ilse Ridder-Melchers
Ehemalige NRW Frauenministerin

Die Einladung zum Jubiläum auf der REHACARE 2010 als PDF-Dokument

Ministerin Steffens gratuliert dem Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/ chronischer Erkrankung zum 15. Jubiläum (PDF Dokument)

Die Rede von Petra Stahr als Word Dokument