Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Projekte

Frauen und Mädchen in Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen - Ein Projekt des NetzwerkBüros Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW

Das NetzwerkBüro führt ein 2,5 jähriges Projekt (15.06.2015 – 31.12.2017) zum Thema Frauen in Wohnheimen und Werkstätten durch.

Wesentliche Ziele des Projektes

  • Recherche von Beispielen guter Praxis

Recherche von Projekten und Angeboten, die Frauen in Einrichtungen beispielhaft fördern und unterstützen. Hierbei geht es um Projekte, Maßnahmen und Angebote auf Ebene der Behindertenhilfe, der Frauenberatungsstellen, der Selbsthilfe, der Wissenschaft und der Politik.

  • Anregung einer fachübergreifenden Vernetzung

Um der Vielschichtigkeit des Themas gerecht zu werden ist die Einbeziehung und Vernetzung unterschiedlichster Akteure von Nöten. VertreterInnen der Selbsthilfe, der Behindertenhilfe, der Frauenberatungsstellen, Wissenschaft und Politik sollen verstärkt zu einer fachübergreifenden Vernetzung und zum Austausch angeregt werden. Insbesondere soll die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung in NRW gefördert werden.

  • Information und Aufklärung

Zur Sensibilisierung und Förderung gendergerechter Strukturen in Einrichtungen sollen VertreterInnen der unterschiedlichen Disziplinen zur Lebens- / Arbeitssituation von Frauen in Einrichtungen sowie zu Beispielen guter Praxis aufgeklärt werden.

  • Fachtagung im Juni 2017

Zur Anregung einer fachübergreifenden Vernetzung wird im Juni 2017 eine Fachtagung zum Thema durchgeführt werden. Auf der Tagung sollen sowohl die Projektergebnisse als auch Beispiele guter Praxis präsentiert werden.

Befragung von 2014

Das Projekt ist eine Weiterführung des Projektes von 2014 „Recherche zu Daten, Studien und Berichten über Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Wohnheimen und Werkstätten in Nordrhein-Westfalen.“ Ein Bestandteil dieses Projektes war eine Befragung von Wohnheimen und Werkstätten in Nordrhein-Westfalen. Als ein Fazit kann festgestellt werden, dass ein flächendeckender Auf- und Ausbau gendergerechter Angebote in den Einrichtungen erforderlich ist um Frauen entsprechend stärken und fördern zu können.

Auswertung zum Download

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf! In Ihrer Einrichtung werden beispielhafte frauen- / genderspezifische Projekte durchgeführt? Oder Sie haben Kenntnis über derartige Angebote? Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW; Neubrückenstraße 12 - 14; 48143 Münster; Tel. 0251 / 51 91 38 Mail:petra.stahr@lag-selbsthilfe-nrw.de

Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe

Aufklärung, Aktivierung und Vernetzung der Selbsthilfe für präventive Maßnahmen gegen Depressionen und psychosomatische Störungen unter genderspezifischen Aspekten

Zeitraum: 15.05.2010 – 31. 07.2013

Ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e.V und des NetzwerkBüros Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW

Gefördert von der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK NORDWEST

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Projekthintergrund

Behinderte und chronisch erkrankte Menschen sind von vielfältigen Stress erzeugenden Lebensbedingungen umgeben. Dazu gehören Formen der gesellschaftlichen Ausgrenzung bis hin zur Diskriminierung aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung sowie ein Mangel an psychosozialer Unterstützung bis hin zu Isolation und Vereinsamung. Sind nicht ausreichend Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten vorhanden, um diesen chronischen Belastungen begegnen zu können, können sich gravierende psychosomatische und psychische Störungen wie Depressionen entwickeln.

Bereits 2000 ergab die LIVE Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderung / chronischer Erkrankung, dass 93,5% aller befragten Frauen im Zeitraum eines halben Jahres vor der Befragung häufig gesundheitliche Beschwerden festgestellt haben in Form von Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen, Schmerzen, Herz-Kreislaufstörungen und Depressionen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine 2011 von der Universität Bielefeld erstmalig repräsentativ durchgeführte Studie zur Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen in Deutschland. Von der Mehrheit der Befragten wurden zusätzlich zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen psychische Probleme benannt.

zur Studie Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland

Zu den psychosozialen Belastungen kommen häufig latente bis massive Angstformen hinzu: Angst vor der Verschlechterung des Zustandes, vor der Zukunft oder vor dem tödlichen Verlauf der Behinderung / Erkrankung. Bei fehlender Möglichkeit der Aufarbeitung der Ängste können sich vielfältige psychische und psychosomatische Störungen chronifizieren, was sich negativ auf den gesamten Verlauf einer Behinderung bzw. Krankheit auswirkt und ausgeprägte Konsequenzen für das gesamte Leben zur Folge haben kann (Arbeitslosigkeit / Rente / Armut / soziale Isolation).

Projektziele

Mit dem Ziel einer verbesserten Prävention von Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung, haben sich die LAG SELBSTHILFE NRW e.V. und das NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW der Thematik angenommen und ein Projekt auf die Beine gestellt. Finanziert wird das Projekt von der AOK Rheinland / Hamburg und AOK NORDWEST im Rahmen der Selbsthilfeförderung.

In der ersten Projektphase (Mai 2010 – Mai 2011) ging es zum Einen darum die Aktualität des Themas Depressionen und psychosomatische Störungen in den Selbsthilfeverbänden und –gruppen festzustellen und zum anderen um die Erfassung der alltäglichen Belastungen und deren Auswirkungen auf das psychische und somatische Befinden bei Menschen mit Behinderung / chronischer Erkrankung.

Die Erhebung der Aktualität des Themas in den Verbänden und Gruppen wurde mittels eines Fragebogens erhoben, der landesweit verschickt wurde. Insgesamt wurden 45 Fragebögen ausgewertet. Wie die Auswertung gezeigt hat ist bei der Mehrheit der Verbände und Gruppen, nämlich bei 74%, das Thema Depression und psychosomatische Störungen von großer Aktualität und Relevanz.

Die Auswertung der Fragebögen zum Download

Zur Analyse der Belastungen und ihrer Auswirkungen auf das psychische und psychosomatische Befinden wurden zwei Fokusgruppen (Instrument der qualitativen Sozialforschung) mit Frauen und Männern mit unterschiedlichen Behinderungen und Erkrankungen durchgeführt.

Die Auswertung der Fokusgruppen zum Download

Sowohl die Ergebnisse der Fokusgruppen als auch der Befragung der landesweiten Selbsthilfe wurden auf der im März 2011 stattgefundenen Fachtagung zum Thema vorgestellt. Die Fachtagung auf der Betroffene, VertreterInnen der Selbsthilfe und der Gesundheitsversorgung miteinander diskutieren stieß auf große Resonanz und machte den hohen Bedarf deutlich, der bezüglich der Bearbeitung und Enttabuisierung des Themas Depressionen und psychosomatische Störungen in der Selbsthilfe besteht.

Veranstaltungsflyer zum Download

Grußwort der LAG SELBSTHILFE NRW zur Veranstaltung

Grußwort des MGEPA

Grußwort der Krankenkassen

Fachvortrag: Psychische Folgen von Behinderung/chronischer Erkrankung

Fachvortrag: Genderaspekte bei depressiven und psychosomatischen Störungen

Die Projektergebnisse haben gezeigt, dass es dringend erforderlich ist sowohl für Betroffene, als auch für VertreterInnen der Selbsthilfe und der Gesundheitsversorgung Aufklärungs-und Schulungsangebote bereit zu stellen.

  Durch die Aufklärung und Sensibilisierung aller Beteiligten (VertreterInnen der Selbsthilfe und der Gesundheitsversorgung, Menschen mit Behinderung / chronischer Erkrankung) kann eine angemessene Unterstützung greifen und der Entwicklung depressiver und psychosomatischer Störungen entgegen gewirkt werden.

Weiterförderung für 2 Jahre

Im August 2011 (Projektende 2013) ist das Projekt in seine zweite Phase getreten. Der Schwerpunkt liegt in der Aufklärung und Stärkung der regionalen Selbsthilfe in Bezug auf das Thema Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung / chronischer Erkrankung. Bisherige Projektergebnisse und geeignete Handlungsstrategien sollen vorgestellt und diskutiert werden. Hierfür werden u.a. regionale Informationsveranstaltungen in Kooperation mit den örtlichen Versorgungs- und Selbsthilfeangeboten durchgeführt.

Inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Sensiblisierung und Aufklärung der kommunalen und landesweiten Selbsthilfe und (psychosozialen) Gesundheitsversorgung
  • Vermittlung von Handlungsstrategien im Umgang mit Depressionen und psychosomatischen Störungen für Selbsthilfeverbände- und gruppen
  • Auf- und Ausbau regionaler ExpertInnenpools für eine effektive Unterstützung Betroffener

Projektflyer zum Download

TERMINÜBERSICHT 08 / 2011 - 07 / 2013

Projekt- und Ergebnispräsentation auf folgenden Veranstaltungen:

2011

10.09. Plenum des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW, Münster

01.10. Ein Tag für gehörlose Frauen in Münster "Der Weg zu sich - eigene Stärken erkennen", PariSozial Münsterland, NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer NRW

Bericht zum Download

12.11. "Depression - Volks- oder Modekrankheit" - VIII. Round Table der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dortmund 

Tagungsdokumentation zum Download

2012

16.03. Fachtagung Frauengesundheit im Haus der Ärzteschaft NRW, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein Westfalen, Düsseldorf

17.03. LAG Mitgliederversammlung Münster  

18.05. Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfegruppen-CSG e.V., Weimar

  19.06. Fachabend des Ausbildungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie DGVT, Münster

23.08. Arbeitsgemeinschaft der in der Behindertenarbeit tätigen Vereinigungen (AGB), Mülheim

25.08. Deutsche Ehlers-Danlos Initiative e.V. LV Nordrhein-Westfalen, Siegburg

15.09. Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e.V., Essen

22.09. Informations- und Vernetzungsveranstaltung in Recklinghausen, durchgeführt von der Referentin für Behindertenangelegenheiten und der Gleichstellungsbeauftragten in Kooperation mit den entsprechenden Ratskommissionen

Zur Einladung

03.11. Schulung beim Blinden- und Sehbehindertenverband Westfalen

2013

19.01. Deutscher Schwerhörigenbund Ortsverein Münster / Münsterland e.V.

08.05. Ambulante Dienste Münster

13.05. Schulung für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen der Selbsthilfe im Umgang mit Depressionen und psychosomatischen Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung in Recklinghausen (bereits ausgebucht)

27.05. Schulung für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen der Selbsthilfe im Umgang mit Depressionen und psychosomatischen Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung in Münster (bereits ausgebucht)

15.06. Informations- und Vernetzungsveranstaltung in Beckum