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"Sichtwechsel - Lebensthemen und Chancen von Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in Nordrhein-Westfalen"
Broschüre für und über behinderte/chronisch erkrankte Frauen und Mädchen
Das NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW hat eine Broschüre mit dem Titel "Sichtwechsel - Lebensthemen und Chancen von Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in Nordrhein-Westfalen"publiziert. Ziel ist es, Mädchen und Frauen zu ermutigen und sie in ihrer selbstbestimmten Lebensführung zu unterstützen.
Als Expertinnen in eigener Sache setzen sich die Netzwerkerinnen für behinderte Frauen und Mädchen ein. Sie melden sich fachlich fundiert, immer eng orientiert an den Bedürfnissen von Mädchen und Frauen mit Behinderung und vor allem nachdrücklich zu Wort. Eine starke Lobby für rund eine Million Mädchen und Frauen in Nordrhein-Westfalen.
Die Broschüre zeigt die Vielfalt der Handlungsfelder, in denen Mädchen und Frauen mit Behinderungen agieren und liefert einen lebendigen Einblick in die Arbeit der Netzwerkerinnen. Die Bandbreite reicht von Themen wie Ausbildung und Beruf, Gesundheit, Leben mit einer Hörbehinderung bis hin zu Sexualität und Partnerschaft. Ergänzt werden die Handlungsfelder durch hilfreiche Tipps und Links.
Die Macherinnen der Broschüre möchten damit einen Beitrag leisten, den öffentlichen Blick - neben der notwendigen Wahrnehmung der besonderen Belange von Frauen und Mädchen mit Behinderung - auch auf die enormen Potenziale und Ressourcen der Betroffenen zu richten. Wer für die Organisation des Alltäglichen mit aller Kraft gegen so viele Barrieren ankämpfen muss, entwickelt mit der Zeit besondere Kompetenzen und Fähigkeiten. "Wollen Frauen mit Behinderung ihr Leben gut bewältigen, werden sie mitunter zu wahren Meisterinnen im Umgang mit Einschränkungen und Hindernissen, weil sie gelernt haben, zu kämpfen und dort weiter zu machen, wo andere längst aufgeben würden", so die Netzwerk-Sprecherin Gertrud Servos.
Das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW ist seit 15 Jahren in der gesellschaftlichen und politischen öffentlichkeit für die Selbstbestimmung und nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Frauen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen aktiv und tritt für die Umsetzung von demokratischen Rechten ein. Es wird vom Frauenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und arbeitet in Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE NRW.
Die Broschüre steht hier als PDF-Datei zum Download zur Verfügung
Die Druckfassung der Broschüre kann bestellt werden beim:
NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW
Neubrückenstrasse 12-14
48143 Münster
Tel.: 02 51 - 51 91 38 oder unter info@netzwerk-nrw.de
Für blinde und sehbehinderte Menschen ist die Zeitschrift als Word Datei auf CD im Netzwerkbüro erhältlich.
Im Interesse der Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
Allein in Nordrhein-Westfalen leben etwa 1,2 Millionen Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung.
So unterschiedlich die Hintergründe und Lebensbedingungen all dieser Frauen und Mädchen sind, gemeinsam ist ihnen vor allem eine Erfahrung: In zentralen Lebensbereichen, vor allem im beruflichen Kontext, werden sie nicht nur in ihrer Rolle als Frau oder Mädchen benachteiligt, sondern gleichzeitig aufgrund ihrer körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigung abgewertet.
Wir – Netzwerk und NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung
NRW – setzen uns für die gesellschaftliche Gleichstellung und Teilhabe sowie die selbstbestimmte Lebensführung der Frauen und Mädchen ein und wirken damit langfristig auf die Verbesserung ihrer Lebensqualität hin.
Auf einen Blick: Zwei Strukturen für ein gemeinsames Ziel
Anmerkung zum Sprachgebrauch
Grundsätzlich orientieren wir uns bei der Verwendung des Begriffes „Behinderung“ an der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO. Hier umfasst „Behinderung“ alle gesellschaftlichen Strukturen und Verhaltensweisen, die beeinträchtigten Menschen Lebensmöglichkeiten nehmen und ihre Lebensqualität einschränken. Die körperliche, seelische oder geistige Funktionseinschränkung selbst wird mit dem Begriff „Schädigung“ umschrieben.
Dieses Verständnis vorausgesetzt, greifen wir im Sinne der besseren Lesbarkeit unserer Texte auch auf alternative Formulierungen zurück: Gleich ob wir von „Frauen und Mädchen mit Behinderung“ oder von „behinderten Frauen und Mädchen“ sprechen – gemeint sind gesellschaftlich geschaffene Hindernisse infolge einer körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigung.


