Geplante Einsparungen in der Eingliederungshilfe und ihre Folgen für Frauen
Einladung zum Austausch: In den letzten Wochen wird viel über Einsparungen in der Eingliederungshilfe gesprochen. Diskutiert werden unter anderem eine stärkere Bündelung („Pooling“) von Assistenzleistungen sowie Veränderungen bei der Einkommens- und Vermögensanrechnung.
Viele von uns verfolgen diese Debatten mit großer Sorge. Denn sie erinnern an Auseinandersetzungen, die wir schon vor der Einführung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) erlebt haben.
Mit dem BTHG wurden wichtige Verbesserungen erreicht. Die Vermögensfreigrenzen wurden erhöht. Das Einkommen von Ehepartner*innen wird nicht mehr angerechnet. Und die Assistenz wurde als Leistung zur selbstbestimmten Teilhabe gestärkt. Für viele Menschen mit Behinderungen waren das wichtige Schritte hin zu mehr Selbstbestimmung und einem unabhängigen Leben.
Jetzt fragen sich viele von uns: Bleibt das so? Oder werden diese Fortschritte wieder infrage gestellt?
Gerade für Frauen mit Behinderungen hätte das weitreichende Folgen. Schon heute müssen wir oft mehr Hürden überwinden als andere – in der Schule, in der Ausbildung, im Studium und auf dem Arbeitsmarkt. Viele von uns investieren viel Zeit und Kraft, um einen Beruf zu erlernen und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.
Wenn ein höheres Einkommen künftig wieder stärker auf die Assistenz angerechnet wird oder Vermögensaufbau erschwert wird, stellt sich eine einfache, aber grundlegende Frage:
Lohnt sich Arbeit und Qualifizierung dann überhaupt noch?
Dabei geht es um weit mehr als Geld. Es geht darum, selbst entscheiden zu können, wie wir leben möchten. Es geht um eine eigene Wohnung, um Partnerschaft und Familie, um Rücklagen für die Zukunft und um die Möglichkeit, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen.
Deshalb sind die aktuellen Spardebatten für uns nicht nur eine Frage des Haushalts. Sie berühren unsere Lebensplanung, unsere Selbstbestimmung und unsere Zukunft.
Darüber möchten wir mit euch ins Gespräch kommen.
Am 18.8. von 16 – 18 Uhr wollen wir online mit euch diskutieren:
In den letzten Wochen wird viel über Einsparungen in der Eingliederungshilfe gesprochen. Diskutiert werden unter anderem eine stärkere Bündelung („Pooling“) von Assistenzleistungen sowie Veränderungen bei der Einkommens- und Vermögensanrechnung.
Viele von uns verfolgen diese Debatten mit großer Sorge. Denn sie erinnern an Auseinandersetzungen, die wir schon vor der Einführung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) erlebt haben.
Mit dem BTHG wurden wichtige Verbesserungen erreicht. Die Vermögensfreigrenzen wurden erhöht. Das Einkommen von Ehepartner*innen wird nicht mehr angerechnet. Und die Assistenz wurde als Leistung zur selbstbestimmten Teilhabe gestärkt. Für viele Menschen mit Behinderungen waren das wichtige Schritte hin zu mehr Selbstbestimmung und einem unabhängigen Leben.
Jetzt fragen sich viele von uns: Bleibt das so? Oder werden diese Fortschritte wieder infrage gestellt?
Gerade für Frauen mit Behinderungen hätte das weitreichende Folgen. Schon heute müssen wir oft mehr Hürden überwinden als andere – in der Schule, in der Ausbildung, im Studium und auf dem Arbeitsmarkt. Viele von uns investieren viel Zeit und Kraft, um einen Beruf zu erlernen und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.
Wenn ein höheres Einkommen künftig wieder stärker auf die Assistenz angerechnet wird oder Vermögensaufbau erschwert wird, stellt sich eine einfache, aber grundlegende Frage:
Lohnt sich Arbeit und Qualifizierung dann überhaupt noch?
Dabei geht es um weit mehr als Geld. Es geht darum, selbst entscheiden zu können, wie wir leben möchten. Es geht um eine eigene Wohnung, um Partnerschaft und Familie, um Rücklagen für die Zukunft und um die Möglichkeit, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen.
Deshalb sind die aktuellen Spardebatten für uns nicht nur eine Frage des Haushalts. Sie berühren unsere Lebensplanung, unsere Selbstbestimmung und unsere Zukunft.
Darüber möchten wir mit euch ins Gespräch kommen.
Gemeinsam wollen wir diskutieren:
- Welche Folgen könnten die geplanten Änderungen für Frauen mit Assistenzbedarf haben?
- Welche Erfahrungen machen wir schon heute mit Einkommensanrechnung, Assistenz und Teilhabe?
- Welche Botschaften wollen wir gemeinsam an Politik und Öffentlichkeit richten?
- Wie können wir die laufenden Proteste unterstützen und unsere Themen in Bündnisse für die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie in die Frauen- und Gleichstellungsbewegung einbringen?
Wir wollen uns gegenseitig stärken, Ängste und Erfahrungen austauschen sowie gemeinsam Ziele und Forderungen entwickeln.
Denn unsere Stimmen müssen in der aktuellen Debatte gehört werden.