Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Aktuelles

Ab 24. Agust sind wir wieder für euch da.

Das NetzwerkBüro tankt Kraft im August!

Fototext: Wir tanken Kraft. Ab dem 24. August ist das gesamte Netzwerkbüro wieder für euch da. Unten rechts befindet sich die Nummer des Hilfe-Telefons

Im August tankt das Netzwerkbüro neue Kraft für weitere Aufgaben und Abenteuer.

Das bedeutet:

  • Wir nehmen Urlaub oder arbeiten mehr im Hintergrund.
  • Wir brauchen länger, um auf Kommentare und Nachrichten zu antworten.
  • Wir sind NICHT per Telefon zu erreichen.
Ab dem 24. August sind wir wieder für euch da.
 
Falls ihr im August Hilfe braucht wegen Gewalt:
Das Hilfe-Telefon könnt ihr rund um die Uhr erreichen.
In 17 Sprachen, auch in Leichter Sprache und Gebärdensprache.
  • Telefon-Nummer: 08000 116 016
  • Internet-Seite: www.hilfetelefon.de

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Aufruf zum Mitmachen bei einem Forschungsprojekt

Arbeit und Leben und Behinderung.

"Arbeit. Leben. Behinderung. Forschungsprojekt der Uni Köln sucht euch für Interviews. Auch in Leicher Sprache.

Unter Leitung von Anne Waldschmidt wird an der Uni Köln aktuell ein Forschungsprojekt durchgeführt. Darin geht es um die Erfahrungen von Menschen mit Behinderung mit dem Thema Arbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die aktuelle Debatte über die Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen anregen.

In diesem Projekt werden Interviews mit Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Diese sollen von ihren Erfahrungen mit Arbeit, Beruf und Beschäftigung berichten.

Wir erleben im Netzwerk, dass die Erfahrungen mit Arbeit oder Arbeitslosogkeit, mit Werkstatt oder "normalem" Betrieb, mit Entmutigung oder Unterstützujng die Lebensqualität von Frauen in vielerlei Hinsciht beeinflussen.

Deshalb laden wir euch ein, bei diesem Projekt mitzumachen!

Unten findet ihr die Link zu den Informationspostern in schwerer und in leichter Sprache.

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Das NetzwerkBüro sucht eine neue Kollegin und Referentin

Sie wollen etwas verändern - in NRW?

Ein Bildschirm-Foto von 5 Frauen bei der Video-Konferenz, dazu die Worte: "Wir suchen:" un dein leeres Feld mit Fragezeichen
Ein Platz ist noch frei bei der Online-Teamsitzung.

Wir suchen baldmöglichst eine kompetente Kollegin mit Engagement und Humor, mit Erfahrung und Ideen. Hier folgt ein Auszug aus dem Ausschreibungstext:

"Das NetzwerkBüro unterstützt das ehrenamtliche Netzwerk fachlich und organisatorisch. Wir stellen vor allem für die Themenbereiche Arbeit, Gesundheit und Gewalt unsere Exper-tise zur Verfügung. Außerdem bieten wir eine Lotsenfunktion für Frauen mit Behinderung in die Beratungslandschaft von NRW.


Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine qualifizierte Frau mit Behinderung oder chronischer Erkrankung als neue Kollegin und Referentin (Stundenumfang: 32 h / Woche)

Wir wünschen uns eine Kollegin,

  • die in NRW für und mit Mädchen und Frauen mit Behinderung / chronischer Erkrankung etwas ändern will,
  • die spezifische Fachexpertise auf- bzw. ausbaut, aber auch aufgeschlossen bleibt für neue Themen,
  • die ein komplexes Thema intensiv recherchieren, aber auch unter Zeitdruck Texte für verschiedene Zielgruppen schreiben kann,
  • die Spaß daran hat, mit unterschiedlichen Frauen zu arbeiten, innovative Ansätze und inklusive Arbeitsformen zu entwickeln, um Frauen mit Behinderung zu stärken – individuell wie strukturell,
  • die dazu beiträgt, dass unsere Unterschiede uns als inklusives Team stark machen."

Die vollständige Stellenanzeige finden Sie über den Link:

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Unsere Forderung zum Europäischen Protest zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Gute Arbeit, bestmögliche Gesundheit und Leben frei von Gewalt

Gertrud Servos: "Es gibt mehr als eine Art, Arbeit lebbar zu machen." Bildschirm-Foto aus dem Demo-Video
Ein Screenshot (oder "Bildschirm-Foto") mit unserer Sprecherin Gertrud Servos

Gute Arbeit, bestmögliche Gesundheit und ein Leben frei von Gewalt– das sind nur drei der Geburtstag-Wünsche zum 25-jährigen Bestehen des „Netzwerks Mädchen und Frauen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW“ (Netzwerk NRW).

Am europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen 2020 weist Gertrud Servos, eine der Netzwerk-Sprecherinnen, darauf hin, dass Frauen mit Behinderung noch immer mit einem dramatisch hohen Gewaltrisiko leben, und dass die Corona-Krise gezeigt habe, wie wenig bzw. wie spät das öffentliche Gesundheitswesen die Menschen mit Behinderung in Aufklärung und Prävention berücksichtigt habe.

„Auch 25 Jahre nach Gründung des Netzwerkes existieren außerdem noch immer viele Barrieren, die uns den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt versperren,“ erkläre Gertrud Servos. „Unter dem Hashtag #NeueIdeenFürArbeit haben wir deshalb aktuelle Forderungen und Ideen für die barrierefreie Umgestaltung des Arbeitsmarktes in Deutschland gesammelt. Diese stellen wir in unserem Video für den #Maiprotest vor und freuen uns auf Kommentare oder weitere Vorschläge.“

Der Forderungskatalog der Frauen zum Thema „Arbeit“ zum europäischen Protesttag umfasst folgende Punkte : 

  • Arbeit für unterschiedliche Menschen lebbar machen.
  • Mehr Budget und sichere Konzepte für Werkstätten: Arbeiten trotz Corona ermöglichen.
  • Lebenslanges Lernen für alle zugänglich machen. Unabhängig von Einkommen oder Behinderung.
  • Statt Burnout kurieren, mentale Gesundheit als Priorität setzen.
  • Homeoffice ist mehr als eine Notlösung: Arbeitsplätze endlich flexibel gestalten!

Das Netzwerk Mädchen und Frauen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW setzt sich seit 25 Jahren für Selbstbestimmung und Selbstvertretung behinderter und erkrankter Frauen in NRW ein. Oberstes Ziel des Netzwerks ist die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung an allen Lebensbereichen und die nachhaltige Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Zum Europäischen Protest-Tag 2020 beteiligt sich das Netzwerk sich an der Online-Kundgebung gegen Gewalt sowie an der Online-Demo Maiprotest mit insgesamt acht Beiträgen zu den Themen Gewalt und Arbeit. 

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Am Tag vorm One Billion Rising waren in NRW nur 2 barrierefreie Frauenhaus-Plätze frei

Barrierefreie Frauenhausplätze - verzweifelt gesucht!

Es sind zwei Kartenausschnitte zu sehen.
Hier die beiden Kartenausschnitte: Links die Treffenzahl allgemein, rechts nur für barrierefreie Frauenhausplätze.

Am Tag vor dem One Billion Rising, der weltweiten Tanz-Aktion gegen Gewalt, wollten wir wissen: Wie sieht es eigentlich aus in NRW mit dem Opferschutz für Frauen mit Beeinträchtigungen? Wir haben also nachgeschaut, wo z.B. eine Rollifahrerin einen Frauenhaus-Platz in NRW bekommen könnte.

Es gibt in NRW eine sehr hilfreiche Website für die schnelle Orientierung. Die Suchmaschine unter https://www.frauen-info-netz.de/ ermöglicht die Suche nach freien Frauenhausplätze und gestattet es, verschiedene Filter anzuwenden:

  • In welchem Umkreis suche ich?
  • Bringe ich Kinder mit oder komme ich allein?
  • Brauche ich einen barrierefreien Platz?

Die beiden Karten-Ausschnitte auf der linken Seite zeigen alle NRW-Frauenhäuser in einem Umkreis von 100km um Münster. Die Farbe zeigt an, ob es in dem Frauenhaus noch freie Plätze gibt.

  • Rot heißt: Nein, es gibt keine Plätze mehr.
  • Grün heißt: Ja, und es gibt auch Plätze für Frauen mit Kindern.
  • Gelb heißt: Vielleicht, es ist zumindest kein Platz mehr für Kinder da. Frauen ohne Kinder können aber kommen.

Auf der rechten Karte sind deutlich weniger Treffer zusehen. Jetzt hatten wir nur nach barrierefreien Plätzen gesucht. Diese Suche haben wir für alle NRW-Regionen (z.B. Aachen, Köln, Borken und Paderborn) wiederholt. Das Ergebnis: In ganz (!) NRW waren an diesem Tag gerade nur 2 barrierefreie Plätze verfügbar, in Borken und in Espelkamp.

Das reicht uns nicht.

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Nie wieder!

Das Netzwerk erinnert zum Jahrestag an die Ausschwitz-Befreiung

Das Mahnmal der grauen Busse am LVR-Landeshaus in Deutz
Das Mahnmal der grauen Busse am LVR-Landeshaus in Deutz

75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz erinnert das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW besonders an die Frauen und Männer mit Behinderung, die im deutschen Holocaust verfolgt wurden, und lädt ein, die Orte der Erinnerung in NRW zu besuchen.

Der Holocaust

Das Wort „Holocaust“ bedeutet Massen-Vernichtung. Vor 75 Jahren, am 27.01.1945, wurden die gefangenen Menschen aus dem Konzentrationslager Auschwitz befreit. Dort und an vielen anderen Orten in Deutschland wurden massenhaft Menschen ermordet. Denn ihr Leben galt als „unwert“.

Von 1941 bis 1945 wurden etwa 5,6 bis 6,3 Millionen jüdische Frauen, Männer und Kinder ermordet. Auch viele Menschen mit Behinderung wurden ermordet. Menschen mit Behinderung wurden zur Sterilisation gezwungen und an vielen wurden medizinische Versuche unternommen, die oft zum qualvollen Tod führten. Betroffen waren Menschen mit körperlichen, geistigen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen.

In unserer direkten Nähe

Wir möchten daran erinnern, dass die Gräueltaten an Menschen mit Behinderung nicht nur in Lagern, sondern auch in ganz gewöhnlichen Kliniken stattfanden. Das zeigt, wie wichtig die gesellschaftliche Auseinandersetzung über die Vielfalt menschlichen Daseins ist. Und wie gefährlich jede Unterscheidung zwischen einem „lebenswerten“ und einem „nicht lebenswerten“ Dasein ist.

Wir denken an Auschwitz und an die Opfer des Holocaust, weil die systematische Vernichtung von Menschen nie wieder geschehen darf. Wir stellen uns gegen jede politische Bewegung und gegen jede medizinische Forschung, die sich gegen die Vielfalt des Lebens stellt.

Wir fordern alle auf!

Wir rufen Frauen und Männer, mit und ohne Behinderung, dazu auf, sich mit diesem Teil unserer Geschichte zu befassen:

  • Besuchen Sie die Ausstellung „Faces of Life after the Holocaust“ der Essener Zeche Zollverein. Hier werden noch bis zum 26. April 2020 insgesamt 75 Portraits von Holocaust-Überlebenden gezeigt https://www.zollverein.de/kalender/survivors
  • Beim Besuch der Gedenkstätte „Anstaltfriedhof“ in Waldniel-Hostert bei Mönchengladbach erfahren Sie mehr über Euthanasie im Nationalsozialismus. Hier können Sie auch der Toten gedenken, die in der Klinik ums Leben kamen https://www.waldniel-hostert.de/
  • Das Mahnmal der grauen Busse am LVR-Landeshaus in Deutz gedenkt der Opfer der so genannten „Euthanasie-Aktion T4“. Der aus Beton gegossene und begehbare Bus erinnert an den Massenmord an fast 10.000 Psychiatriepatientinnen und -patienten aus dem Rheinland während des Nationalsozialismus. https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-105857-20141020-2

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Das Netzwerk auf der Messe

Rehacare

Unsere Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann bedankt sich bei Minister Karl-Josef Laumann
Unsere Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann bedankt sich bei Minister Karl-Josef Laumann

Die Rehacare – das ist eine Verkaufsmesse für neue Technik und zugleich ein Treffpunkt von Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich engagieren. Dieses Jahr fand sie vom 18. bis zum 21. September 2019 in Düsseldorf statt. Als spannend zeichnet sich die Rehacare unter anderem auch deswegen aus, weil sie aufzeigt, dass das Leben mit einer Beeinträchtigung in vielem davon geprägt ist, wann und wie diese entstanden und welcher Kostenträger dafür zuständig ist.

Frauen in unserem Netzwerk sind leider selten mit der neuesten Technik ausgestattet. Wir informieren uns trotzdem gern und nutzen die Tage, um alte Bekanntschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Ein Highlight in unserer Vertretungsarbeit ist immer wieder das Treffen am Donnerstag am NRW-Stand. Dort treffen wir auf manche Menschen, die Diskussionen oder Entscheidungsprozesse im Land steuern wie zum Beispiel Karl-Josef Laumann. Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat sich in seiner diesjährigen Rede sehr kritisch mit der Übernahme der Praenatest-Kosten durch Krankenkassen befasst und die kürzlich erfolgte Entscheidung scharf kritisiert. Dafür hat sich unsere Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann direkt bei Minister Laumann bedankt. Das Thema hatte ja auch die Frauen im Netzwerk sehr bewegt. Wir haben aber nicht nur mit Vertreter*innen aus dem Ministerium und aus den Landschaftsverbänden gesprochen, sondern z. B. auch mit Vertreterinnen der Schüler*innen-Beratungsstelle KOMBABB, der KSL, aus dem SoVD oder der LAG der Werkstatträte.

Warum solche Treffen für uns so wichtig sind

Durch solche Treffen können wir besser einschätzen, wo wir uns künftig engagieren, wo wir Impulse setzen oder unterstützen sollten, damit Veränderungen für Frauen mit Behinderungen und chronischer Erkrankung in Gang gesetzt werden können.

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Beim Schreiben alle ansprechen!

„Alle statt jedermann“

Inklusion bedeutet: Alle sind gemeint. Von Anfang an. Deutsche Sprache ist aber männlich geprägt. Es wird schnell gesagt: Ich gehe zum Arzt, auch wenn es sich um eine Ärztin handelt. Wir holen uns den Rat vom Apotheker oder fragen den Fachmann, auch wenn es Frauen sind.

Im Netzwerk sprechen wir natürlich die Frauen oder Mädchen an, wenn es um Frauen oder Mädchen geht. Geht es aber z.B. um alle Menschen mit Behinderung, versuchen wir, durch unsere Sprache niemanden auszuschließen. Manchmal fällt es uns schwer, das gut auszudrücken. Deshalb waren zwei Kolleginnen vom NetzwerkBüro in der Schreibwerkstatt von Eva-Maria Lerche. Der Workshop hieß „Alle statt Jedermann. Gendergerecht und verständlich schreiben“.

Im “Schreibraum“ haben wir erlebt und ausprobiert, wie wandelbar, vielschichtig und mächtig Sprache sein kann. Besonders unsere Kollegin Antje, die auch Übersetzerin für Leichte Sprache ist, muss aber in Zukunft noch kreativer sein: Denn Leichte Sprache und gendergerechte Sprache vertragen sich nicht immer. 

Die Botschaft im Workshop: Gendergerechte Sprache ist eine menschengerechte Sprache. Sie ist frei von Diskriminierung ist und schließt alle mit ein. Damit niemand durch Worte verletzt wird und alle an der Sprache teilhaben können. 

Wir arbeiten dran!

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Frauen mit Behinderung fest im Blick:

Bochum engagiert sich für die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen – natürlich inklusiv!

Zu sehen sind Zuhörerinnen im Kunstmuseum Bochum. Im Hintergrund sind Stellwände mit den Fotos von früheren Bochumer Aktionen gegen Gewalt sichtbar.
Zuhörerinnen im Kunstmuseum Bochum – im Hintergrund sind Stellwände mit Fotos früherer Bochumer Aktionen gegen Gewalt

Im Mai dieses Jahres flatterte uns die Einladung ins Haus: Die engagierten Frauen aus dem Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion der Stadt Bochum luden ein zur Veranstaltungsreihe über die Istanbul-Konvention. Die Konvention heißt in der Langfassung „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ und ist seit Februar 2018 auch in Deutschland gültiges Recht (siehe auch Institut für Menschenrechte).

In der Auftaktveranstaltung Ende Mai wurde die Istanbul-Konvention vorgestellt. Wir haben diskutiert, wie eine ganze Stadt sie nutzen kann, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden. Die Veranstaltung wurde zeitgleich übersetzt in Leichte Sprache. So konnte z.B. auch die Frauenbeauftragte aus einer Bochumer Werkstatt gut teilnehmen und alles verstehen. Uns gefiel nicht nur die Veranstaltung gut, sondern auch der inklusive Ansatz der Kolleginnen aus Bochum. Wir haben deshalb nachgehakt.

Das gesamte Interview ist hier nachzulesen:

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LAG Selbsthilfe NRW: „Selbsthilfe als Motor der Inklusion“

Das NetzwerkBüro bei der Mitgliederversammlung

Unter dem Motto „Selbsthilfe als Motor der Inklusion“ kamen am vergangenen Samstag zahlreiche Mitglieder der LAG SELBSTHILFE NRW zur diesjährigen Mitgliederversammlung zusammen. Die LAG Selbsthilfe NRW ist ein Zusammenschluss von aktuell 137 Gruppen und Verbänden der Selbsthilfe. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder in politischen Gremien und stellt damit einen Motor der Inklusion dar. Denn nur Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen selbst können als „Expert*innen in eigener Sache“ sagen, was sie benötigen, um an der Gesellschaft teilhaben zu können. So treiben sie wichtige Veränderungen und damit den Inklusionsprozess voran.

Die LAG SELBSTHILFE NRW initiiert innovative eigene Projekte, z.B. zur politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderung / chronischer Erkrankung in Städten und Kreisen. Sie engagiert sich auch als Trägerorganisation, z.B. von neun EUTBs oder dem KSL Münster. Auch das NetzwerkBüro ist juristisch gesehen ein Projekt in Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE NRW. Deshalb haben wir den Tag hautnah miterlebt und zudem unsere Arbeit aus 2018 kurz vorgestellt.

Zuvor stellte am Vormittag die Juristin Anja Bollmann unter dem Motto „Selbsthilfe als Motor der Inklusion“ Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderung vor. Das BTHG soll die Teilhabe- und Selbstbestimmungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderung vergrößern. Ihre Mitsprache bei der Umsetzung ist deshalb ein wichtiges Ziel. So beantworten Expert*innen auf www.umsetzungsbegleitung-bthg.de Fragen rund um das BTHG, wie zum Beispiel zum Teilhabeplan-Verfahren. Auch eigene Erfahrungen oder Kritik können hier mitgeteilt werden. All das fließt ein in die Auswertung des BTHG und seiner Umsetzung.

Auch in NRW ist die Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung in die Umsetzung des BTHG eingebunden. So wurde seit letztem Herbst verhandelt, welche Leistungen in welcher Qualität in NRW künftig bezahlt werden. Darüber wird dann ein Vertrag, ein „Landes-Rahmen-Vertrag“, abgeschlossen. Früher diskutierten die „Leistungs-Erbringer“ und die „Leistungs-Träger“, die später die Leistungen bezahlen, diese Fragen allein. Seit letztem Herbst waren erstmalig Vertreter*innen der Selbsthilfe, auch aus dem Netzwerk, daran beteiligt. Sie durften zwar nicht entscheiden, konnten aber zumindest ihre Sichtweise vorstellen. Dass ihnen auch zugehört wurde, berichten die Vertreterinnen der Selbsthilfe, darunter auch unsere Netzwerk-Sprecherinnen.

Wer den Artikel bis hier gelesen hat, merkt schon: Beteiligung ist keine leichte Sache und der Motor der Inklusion braucht viel Energie. Wir freuen uns deshalb über Unterstützung und weitere Mitstreiterinnen!

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