Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Aktuelles

Ablehnende Stellungnahme zur nicht-invasiven Pränataldiagnostik

Selbsthilfe in NRW

Eine Frau mit Brille und leicht rötlichem Haar: Gertrud Servos, Vorsitzende des Landesbehindertenrats in NRW und Sprecherin des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung
Gertrud Servos, Vorsitzende des Landesbehindertenrats in NRW und Sprecherin des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung

Die Debatte, ob Krankenkassen die Kosten für den Bluttest als Pränataltest übernehmen sollen, ist im vollen Gange und wirft ethische und rechtliche Fragen auf. Die Vertreter*innen der Selbsthilfe innerhalb des Beirates im Ausschuss für Inklusion und Menschenrechte der Landschaftsversammlung Rheinland beim LVR in Köln haben sich in ihrer Sitzung am 20.03.2019 mit diesem Thema intensiv beschäftigt und einstimmig Stellung dazu bezogen: „In den wirksamen und  gleichberechtigten Genuss des Rechts auf Leben kommt ein Mensch mit  Behinderung nicht, wenn sein Leben noch vor der Geburt auf Grund  seiner Behinderung – und damit zu einem Zweck, der in einem in offenem Widerspruch mit der UN-Behinderten-Konvention steht – beendet wird. Wir sind der Meinung, dass dieser Test unzulässig und verfassungswidrig ist. Wir lehnen daher konsequenterweise auch die Kostenübernahme durch alle Krankenkassen ab.“ Unterzeichnet ist der Brief von Gertrud Servos, Vorsitzende des Landesbehindertenrats in NRW und Sprecherin des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung.

Den vollständigen Text der Vertreter*innen der Selbsthilfe dokumentieren wir hier:

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Frauen mit Behinderung in Kommunen und Kreisen sichtbarer machen

Vernetzungstreffen für Werkstatt-Frauenbeauftragte aus den Kreisen Wesel, Kleve und Borken

Eine Frau mit einem Mikro in der einen Hand und einem Blatt bedrucktem Papier in der anderen. Es ist die Projektreferentin Elena Doudis. Auf dem Blatt sind die Orte eingezeichnet, aus denen die Frauenbeauftragten kommen.
Projektreferentin Elena Doudis zeigt auf die Orte, aus denen die Frauenbeauftragten zum Vernetzungstreffen in Wesel gekommen sind.

Frauen mit Behinderung sind nicht nur besonders von Gewalt betroffen, sondern auch selbst aktiv im Kampf gegen Gewalt. Das zeigte unser Vernetzungstreffen für Werkstatt-Frauenbeauftragte aus den Kreisen WeselKleve und Borken.

Seit zwei Jahren gibt es in allen Werkstätten für Menschen mit Behinderung gewählte Frauenbeauftragte. Sie vertreten die Interessen der Frauen mit Behinderung und sind auch erste Ansprechpersonen bei Übergriffen oder Gewalt. Um Frauen mit Behinderung in Werkstätten vorbeugend zu stärken oder betroffene Frauen gut weiterleiten zu können, spielen unterstützende lokale Netzwerke eine entscheidende Rolle. Daher haben wir am 03. April 2019 zum zweiten Mal zum Vernetzungstreffen in Leichter Sprache eingeladen: neben den Frauenbeauftragten aus Werkstätten, ihren Vertrauenspersonen und Stellvertreterinnen kamen auch Vertreter*innen der Landschaftsverbände, Frauenberatungsstellen, Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) sowie kommunale Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragte.

Die Teilnehmerinnen begegneten sich in regionalen Arbeitsgruppen und diskutierten im geschützten Rahmen, wie sie gemeinsam Projekte für Frauen mit Behinderung initiieren könnten. Es wurde deutlich, dass es kaum trägerübergreifende Zusammenarbeit der Frauenbeauftragten gibt und dass zugleich die Interessen und Bedarfe der Frauen mit Behinderung bei vielen Beratungsstellen oder anderen lokalen Institutionen noch wenig gesehen und berücksichtigt werden. Auf der Veranstaltung wurden gemeinsam konkrete Verabredungen getroffen und erste zur engeren Verzahnung von Unterstützungsangeboten und dem Aufbau dauerhafter Vernetzungsstrukturen in Kreisen und Städten.

Dieses Treffen in der VHS Wesel fand statt im Rahmen des vom Land NRW geförderten Projekts „Sicher, Stark und Selbstbestimmt“ für Frauen in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ und in Kooperation mit LVR und LWL sowie dem Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW.

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Von den „Krüppelfrauen“ zur 10 Jahre UN BRK

„Der Systemwechsel steht noch aus“ (Theresia Degener)

Am zehnten Jahrestag des Inkrafttretens der UN-BRK wurde die Bochumer Jura-Professorin Theresia Degener, bis Ende 2018 Vorsitzende des internationalen Prüfausschusses zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention (UN-BRK, für ihre (inter-)nationalen Verdienste von Bundesminister Hubertus Heil mit einem Festakt geehrt und fand einmal mehr kritische und deutliche Worte zum Umsetzungsstand der UN-BRK.

Für uns im Netzwerk ist Theresia Degener schon seit vielen Jahren ein wichtige Verbündete und Vordenkerin: Sie wurde schon in den 80er Jahren bekannt als eine der Herausgeberinnen des Buches „Geschlecht: Behindert. Besonderes Merkmal: Frau“ (erschienen in 1985 in München). Die „Krüppelfrauen“, wie sie sich selbst nannten, haben in diesem Buch viele Themen angesprochen, die bis heute aktuell sind. Es geht um „Sonnentop ohne Arme ist wie Minirock mit Schienen –Das Schönheitsideal und seine Folgen“, aber auch um „Sterilisation“, „Behinderte Mütter“ oder „Berufliche Erstausbildung behinderter Mädchen“.

Wenn wir in diesem Jahr auf ein Jahrzehnt UN Behindertenrechtskonvention schauen, sind auch die Vorkämpfer*innen wichtig, die diese weitreichende internationale Konvention überhaupt erst möglich gemacht haben. Wir gratulieren deshalb nicht nur Theresia Degener sehr herzlich, sondern werten ihre Ehrung auch als Zeichen der Anerkennung für all die Frauen, die sich seit vielen Jahren für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen mit Behinderung /chronischer Erkrankung einsetzen! 

Wenn wir heute auf 10 Jahre UN Behindertenrechtskonvention schauen, sind auch die Vorkämpfer*innen wichtig, die diese weitreichende internationale Konvention überhaupt erst möglich gemacht haben. Deshalb gratulieren wir Prof. Dr. Theresia Degener herzlich und werten diese auch als Zeichen der Anerkennung für all die Frauen, die sich seit vielen Jahren für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen mit Behinderung /chronischer Erkrankung einsetzen![

Zum Nachlesen: Hier geht es zum Interview der Kolleg*innen vom KSL-Arnsberg, die am Rande der Veranstaltung mit Theresia Degener sprechen konnten. Heute ist Theresia Degener u.a. Mit-Herausgeberin des Handbuchs Behindertenrechtskonvention der Bundeszentrale für politische Bildung (samt Übersetzungen in Leichte Sprache und Gebärdensprache.

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Qualifizierung von Bildungsfachkräften für Hochschulen in NRW

Inklusive Bildung NRW

Das Institut für Inklusive Bildung NRW qualifiziert ab dem 01.04.2019 sieben Menschen – davon zwei Frauen – mit sogenannten geistigen Behinderungen für die Bildungsarbeit an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Als qualifizierte Bildungsfachkräfte werden sie Studierenden die Lebenswelten, Bedarfe und Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen vermitteln und so auf Augenhöhe für das Thema Inklusion sensibilisieren. Das dreijährige Projekt ist einmalig in Nordrhein-Westfalen.

Am 19.03.2019 fand dazu eine landesweite Auftaktveranstaltung in Köln statt, an der neben Akteur*innen aus Hochschulen, Politik, Verwaltung und Selbstvertretungen auch das NetzwerkBüro teilnahm. Besonders beeindruckend war es, die angehenden Bildungsfachkräfte kennenzulernen – fast alle haben vorher in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) gearbeitet. "Wir möchten zeigen, was Menschen mit Handicap leisten können“ betonten die Teilnehmenden und unterstrichen, dass die Arbeit im WfbM nicht immer ausreichend bzw. erfüllend sei. Wir vom NetzwerkBüro freuen uns, dieses Projekt mit begleiten zu können und sind schon sehr gespannt auf das nächste Vernetzungstreffen im Oktober 2019.

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Ein Film über die Ausbildung zur WenDo-Trainerin im ZIBB

frauen.stärken.frauen.

Egal ob laut oder leise.

Schüchtern oder mutig.

Mit Worten oder ohne.

Jede Frau hat ihre eigene Art, NEIN zu sagen.

Frauen mit Lernschwierigkeiten lernen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

Im Zentrum für inklusive Bildung und Beratung (ZIBB)

Dann können sie Trainerinnen für andere Frauen mit Lernschwierigkeiten werden.

In diesem 10-minütigen Film stellen sich die angehenden WenDo2-Trainerinnen mit und ohne Lernschwierigkeiten vor:.

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Eine Veranstaltung des Projekts "Sicher, Stark und Selbstbestimmt"

Vernetzungstreffen für Frauenbeauftragte in Wesel

Die dritte Veranstaltung des Projekts „Sicher, Stark und Selbstbestimmt" (SiStaS) am 03. April 2019 wir ein regionales Vernetzungstreffen in Wesel sein. Eingeladen sind Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, (Frauen-)Beratungsstellen und -häuser sowie kommunale Beauftragte für Inklusion oder Gleichstellung aus den Kreisen Wesel, Kleve und Borken. In regional zusammengesetzten Arbeitsgruppen werden die Teilnehmer*innen die Gelegenheit haben, sich persönlich zu begegnen und zu diskutieren, wie sie gemeinsam Projekte für Frauen mit Behinderung umsetzen können.

Anmeldeschluss hierfür ist der 21. März. 2019. Bei Interesse melden Sie sich bei Frau Elena Doudis unter:

Tel.: 02 51 – 97 95 87 00, E-Mail: elena.doudis@lag-selbsthilfe-nrw.de

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Auch für Frauen und Mädchen mit Behinderung!

Das war der One Billion Rising 2019

Das leuchtende Rad eines rosa Rollstuhls steht im Mittelpunkt des Bildes.
Mit dem Rolli zum Tanz gegen Gewalt!

Jedes Jahr am 14. Februar findet der „One Billion Rising", eine weltweite Tanz- und Protestaktion gegen Gewalt an Frauen, statt. Auch Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung unterstützen dieses internationale Happening: Viele durch die Teilnahme am Tanz oder dadurch, dass sie die Idee verbreiten. Somit unterstreichen sie ihre Forderungen wie z.B. nach Finanzierung von barrierefreien Angeboten in Frauenhäusern oder Beratungsstellen.

Frauen und Mädchen mit Behinderung unterliegen noch immer einem erhöhten Gewalt-Risiko und sind daher auch Schlüssel-Akteurinnen in der Prävention von häuslicher, sexueller oder auch struktureller Gewalt. Darauf wies das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW (Netzwerk NRW) in diesem Jahr hin. Unter dem Motto „Auch wir stehen auf gegen Gewalt - wo und wie auch immer wir können!“ haben wir vom Netzwerk NRW deshalb gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Münster dieses Jahr Frauen und Mädchen mit Behinderung erstmals zum Münsteraner One Billion Rising eingeladen, um zu tanzen, zu protestieren, sich zu zeigen oder einfach nur dabei zu sein.

Infos zu der Veranstaltung in Münster unter: https://onebillionrisingmuenster.jimdo.com/

Mehr Infos zu Protestaktionen in ganz NRW und auch viele Redebeiträge gibt es hier:  http://www.onebillionrising.de/

Wir haben einen kleinen Film gedreht, den sich über 2000 Menschen angeschaut haben. Der Film ist auf unserer Facebook-Seite zu sehen, auch ohne Anmeldung bei Facebook.

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Wir freuen uns auf das neue Jahr mit euch!

Mit diesen Themen beschäftigen wir uns in 2019:

Mehr Gesundheit und bessere Hilfe bei Krankheit

Behindert heißt nicht krank. Aber was brauchen wir für gute Gesundheit? Darüber wollen wir gern mit Frauen aus dem Netzwerk sprechen. 

Mädchen wollen eine gute Zukunft

Wir fragen Mädchen, wie sie leben wollen. Das sollen auch die Politiker und Politikerinnen hören.  

Gutes Leben ohne Gewalt

Frauen wollen sicher leben. In ihren Familien und in der Stadt. Oder auf dem Land. In Werkstätten und Wohn-Einrichtungen. Wir treffen uns mit Frauen-Beauftragten und reden mit der Politik.

Rechte kennen und einfordern

Beim letzten Plenum haben wir über das Bundes-Teilhabe-Gesetz gesprochen. Das werden wir in einem Heft noch einmal erklären.

Gute Arbeit finden

Frauen mit Behinderung haben schlechtere Chancen, gute Arbeit zu bekommen. Wir überlegen: Warum ist das so? Und was können wir dagegen tun?

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Druckfrisch eingetroffen

Die Weiberzeit

 

Gerade ist aus Kassel das Päckchen mit der neuen Ausgabe der Weiberzeit angekommen. Die Weiberzeit ist in leichter und in schwerer Sprache geschrieben. Diese Ausgabe widmet sich neben frauen- und behindertenpolitischen Aktivitäten besonders auch dem Thema Sterben, Tod und Abschiednehmen. Lesenswert!

Auf der Webseite vom Weibernetz kann man die Weiberzeit auch als barrierefreie PDF herunterladen.

https://www.weibernetz.de/download/WZ-Nr-34-35_Dez-2018_schwer.pdf

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Das NetzwerkBüro zu Besuch bei der Paderborner IN VIA Akademie

Qualifizierung und berufliche Haltung

Susanne Klein von der Paderborner IN VIA Akademie und Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro schauen in die Kamera. Sie halten Broschüren in der Hand.
Dr. Monika Rosenbaum und Susanne Klein

Inklusion und Barrierefreiheit – diese Stichworte werden auch Ende 2018 oft in Diskussionen als „realitätsfern“, „gescheitert“ oder „utopisch“ bezeichnet. Oftmals bietet das die Rechtfertigung, gar nicht erst anzufangen mit dem Umbau des eigenen Angebots. Darüber sprachen Susanne Klein von der Paderborner IN VIA Akademie und Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW bei ihrem Besuch der IN VIA Akademie.

Seit Gründung des Netzwerks im Jahr 1995 würden die Mitglieder des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung regelmäßig zu konkreten Problemen so oder ähnlich vertröstet. Susanne Klein, die als Bildungsreferentin u. a. das Themenfeld „Menschen mit Demenz“ verantwortet und selbst z. B. Workshops in Leichter Sprache anbietet, konnte immerhin darauf verweisen, dass sie durch ihre Bildungsangebote viele Organisationen der Behindertenhilfe unterstütze, die sich bereits auf den Weg gemacht hätten und Wert legten auf Veränderungen in der Haltung der Mitarbeiter*innen. Dabei würden Seminare und Weiterbildungen eine wichtige Rollen spielen, ja oft erst den nötigen Freiraum für die einzelnen Mitarbeiter*innen schaffen.

Neben dem allgemeinen Austausch informierte sich die Leiterin des NetzwerkBüros über aktuelle Bildungsangebote der IN VIA Akademie zu den Netzwerk-Schwertpunktthemen Bewusstseinsbildung samt Social-Media-Nutzung und Gewaltschutz.

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