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  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Aktuelles

Pressemitteilung zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Wir haben keine Zeit! Frauen mit Behinderung auch 2020 noch mehrfach benachteiligt.

Gertrud Servos, Claudia Seipelt-Holtmann und Leiterin des Netzwerksbüro Monika Rosenbaum sitzen im Landtag NRW
Netzwerk-Sprecherinnen: Wir haben keine Zeit!

Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer 
Erkrankung NRW (Netzwerk NRW) zum Tag der Menschen mit Behinderung am 3.12.2020:


Anlässlich der Landtags-Anhörung zum „Teilhabebericht NRW“ fordert das Netzwerk NRW von der Landesregierung dringend umfassende Maßnahmen zum Abbau der mehrfachen Diskriminierung von Frauen mit Beeinträchtigung. Auch 25 Jahre nach der Gründung des Netzwerks stünden viele grundlegende Verbesserungen noch aus.
Als Sachverständige zur heutigen Anhörung im Landtag Nordrhein-Westfalen geladen, stellt das Netzwerk NRW fest, dass trotz viele Verbesserungen einige Kernprobleme heute wie vor 25 Jahren ungelöst sind:

„Frauen mit Beeinträchtigung kommen schlechter in Jobs, verdienen am wenigsten, stoßen im Gesundheitssystem auf Barrieren und Diskriminierung. Und trotz ihres erhöhten Gewalt-Risikos fehlen immer noch angepasste Angebote zu Prävention und Opferschutz, z.B. barrierefreier Frauenhaus-Plätze in ausreichender Zahl,“ fasst Netzwerk-Sprecherin Gertrud Servos diese Ergebnisse zusammen.

Claudia Seipelt-Holtmann, ebenfalls Sprecherin des Netzwerks: „Wir fordern auch eine Einstellungsänderung in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Sozialwesen: Alle müssen mit Herz und Haltung dabei sein!“ Der Abbau baulicher und sprachlicher Barrieren erfordere begleitende Haltungsänderungen von Leitungen und Fachkräften in den verschiedenen Handlungsbereichen. Hier seien gleichermaßen gesetzliche Verpflichtungen und Aufklärungsarbeit vonnöten.

Zur konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fordert das Netzwerk NRW insbesondere Maßnahmen in den Bereichen Arbeit, Gesundheit, Digitalisierung und Gewaltschutz. Die Rechte von Frauen mit Beeinträchtigung müssten endlich als Querschnittsthema in allen Handlungsfeldern begriffen werden. Dabei müssen entsprechende Maßnahmen begleitend evaluiert und geschlechterspezifisch ausgewertet werden.

„NRW hat schon viele Schritte in Richtung Inklusion unternommen,“ so Gertrud Servos, “für den kommenden Landesaktionsplan wünschen wir uns ein koordiniertes Vorgehen zum Abbau mehrfacher Diskriminierung, denn unsere Ressourcen sind begrenzt: Wir haben keine Zeit!“

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Selbstbestimmung trotz Corona fördern:

Frauenbeauftragte aus Werkstätten jetzt durch Vernetzung unterstützen!

„Stark durch Vernetzung“ – unter diesem Motto laden wir ein zu digitalen Aktionen vom 25.11. – 10.12.2020. 

„In der erneut angespannten Corona-Situation müssen wir die Interessensvertretungs-Strukturen der Männer und Frauen in Einrichtungen der Behindertenhilfe stärken, insbesondere die Frauenbeauftragten in den Werkstätten“. So wendet sich Netzwerk-Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann an Gleichstellungs- oder Inklusionsbeauftragte, Frauenberaterinnen, Fachkräfte aus der Behindertenhilfe und dem Gewaltschutz-System ebenso wie an Politiker*innen aus Kommunen, Kreisen oder auf Landesebene.

Die Digitalen SiStaS-Tage "Stark durch Vernetzung" bilden einen Höhepunkt im vom Land NRW geförderten Projekt "Sicher, Stark und Selbstbestimmt", kurz „SiStaS“. Das Projekt des NetzwerkBüros zielt seit 2018 auf die Stärkung der Frauen in Wohneinrichtungen und Werkstätten durch die Öffnung dieser Einrichtungen.

Den für den Sommer 2020 geplanten Fachtag holen wir ab dem 25.11.2020 in digitaler Form nach. Wichtigste Zielgruppe in unserem Projekt wie auch beim Fachtag sind die nordrhein-westfälischen Werkstatt-Frauenbeauftragten. 2017 erstmals von den weiblichen Werkstattbeschäftigten gewählt, sind sie Interessen-Vertretung, Peer-Beraterinnen und Ansprechpersonen bei allen Fragen, die den Frauen wichtig sind.

Wir laden neben den Werkstatt-Frauen-Beauftragten aber auch andere Akteur*innen ein. Wer die eigene Arbeit inklusiver gestalten will, ohne schon zu wissen, wie sich Frauen aus Einrichtungen ansprechen, einbeziehen und ihre Interessen aufgreifen lassen, findet Hilfe und Ideen. "Wir haben unseren Ansatz und unsere Erfahrungen auf verschiedene Weisen dokumentiert, stellen auf der Website Frauen-Beauftragte, Netzwerke und typische Beratungsthemen vor. Wir teilen Inspirationen, Ideen, Tipps und praktische Vorlagen," erklärte Elena Doudis, Referentin im SiStaS-Projekt.

Das Format einer Website haben wir gewählt, damit unterschiedliche Frauen sich die Inhalte in ihrem eigenen Tempo anschauen können. Einige Zoom-Treffen im Aktionszeitraum bieten zudem die Möglichkeit zum direkten Austausch.

Wir hoffen auf rege Beteiligung und Feedback. "Die Frauenbeauftragten brauchen in diesem Winter viel Ermutigung, um einerseits selbst mit der Situation fertig zu werden, und andererseits gleichzeitig auch noch andere Frauen zu unterstützen," so Claudia Seipelt-Holtmann.

Aktualisierte Informationen zu den digitalen Veranstaltungen finden Sie unter: www.facebook.com/Netzwerkerinnen/events

Zum 25.11.2020 wird die Website www.frauen-vernetzen.nrw freigeschaltet. 

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BODYS: Broschüre zur Istanbul-Kovention in Leicher Sprache

Broschüre: Istanbul-Konvention in Leichter Sprache von: BODYS

 

Das Bochumer Zentrum für Disabilty Studies - kurz BODYS - hat eine Broschüre zur Istanbul-Konvention in Leichter Sprache herausgebracht.

Dort werden die passenden Vertragstexte zum Thema Gewaltschutz erläutert. Außerdem enthält das Dokument viele Hintergrundinformationen und Hilfsadressen zum Thema Gewaltschutz für Frauen*.

Die Istanbuler Konvention ist seit dem 1. Februar 2018 in Deutschland in Kraft getreten. Aus diesem Grund ist Deutschland verpflichtet Maßnahmen zu treffen, die Frauen* und andere Menschen vor der Gewalt aufgrund ihres Geschlechts schützen. Gleichzeitig müssen die Täter*Innen rechtlich bestraft werden. Aber das auch die Vorbeugung von Gewalttaten nimmt  eine große Rolle innerhalb der Konvention ein.

Ziel der Konvention ist: Keine Frau* mit und ohne Behinderung soll Gewalt erleben!

Die Broschüre zur Istanbul-Kovention in Leichter Sprache von BODYS findet ihr hier zum Herunterladen: https://www.bodys-wissen.de/files/bodys_wissen/Downloads/Istanbul-Konvention%20in%20Leichter%20Sprache_barrierefrei.pdf

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25 Jahre Netzwerk: Wir laden ein zum Plenum:

Wir gehören dazu. Überall. Das ist Teilhabe!

Nelo Thies steht halb hinter einer lebengroßen rothaarigen Puppe: Zum ersten Mail unser eigenes Theater-Stück "Frauenbeauftragte: Die ersten Abenteuer"

Seit 25 Jahren gibt es unser Netzwerk nun. Das ist ein Grund zum Feiern, trotz Corona. Wir laden deshalb herzlich ein zum diesjährigen Plenum am 7. November 2020 in Münster.

Wir haben in diesem Jahr die Corona-Schutzmaßnahmen eingeplant: Deshalb treffen wir uns in einem großen Saal der Aasee-Mensa in Münster. Besonders freuen wir uns darauf, die anderen Netzwerk-Frauen zu treffen. Aber auch die erste Aufführung des gemeinsam entwickelte Figuren-Theaters "Frauenbeauftragte: Die ersten Abenteuer" wird ein Höhepunkt für uns! Hierfür kommt Nelo Thies mit ihren lebensgroßen Puppen nach Münster.

Wir wissen: Manche Frauen melden sich aus Sorge um Corona nicht an. Andere haben sich wieder abgemeldet.
Das Risiko der Frauen ist sehr unterschiedlich.

Das Plenum wird deshalb in diesem Jahr nur eine Moment-Aufnahme mit eher wenigen Netzwerk-Frauen. Wir wollen aber trotzdem zeigen: Ja, auch wir Frauen oder Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung sind da, wir mischen uns ein und freuen uns über 25 aktive Jahre.

Wenn ihr nicht zum Plenum kommen wollt oder könnt: Dann meldet euch trotzdem bei uns mit euren Themen und Forderungen! Wichtig ist nämlich nicht die große Feier, sondern dass wir unsere Themen voranbringen!

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Ein Kommentar zum Welttag der Zerebralparese am 6. Oktober

Welttag der Zerebralparese - ein wichtiger Tag auch für Frauen

"Wichtig sind Kraft und Flexibilität. Das Leben mit Spastik ist anstrengend. Und schön." Claudia Seipelt-Holtmann, Netzwerk-Sprecherin

17 Millionen Menschen leben weltweit mit Zerebralparese und sie ist die die häufigste körperliche Behinderung im Kindesalter. Trotzdem kennen viele Menschen sie nicht.
Anlässlich des Welttags der Zerebralparese am 6. Oktober (www.worldcpday.org) hat Netzwerk-Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann formuliert, was das Besondere an der Zerebralparese ist.

"Was ich brauche, um trotz oder mit Zerebralparese mein Leben, als Frau, Mutter, Partnerin und politisch Engagierte zu führen? Vor allem Kraft und Flexibilität. Ich weiß es am Morgen nicht, wie der Tag wird. Unter Umständen brauche ich 10 Minuten länger für das Anziehen eines Schuhs, weil sich der Fuß wieder verkrampft hat. Das weiß ich nicht vorher. Es erfordert viel Geduld mit sich selbst.

Mein Kopf ist schneller als der ganze Körper: Das ist manchmal sehr nervig, wenn ich zu viel im Kopf habe. Reine „Kopfarbeit“ gibt es nicht bei mir. Wenn ich mit dem Kopf arbeite, geht das auf den ganzen Körper. Auch umgekehrt: Wer zu viel körperlich macht, kann nicht mehr klar denken.

Kopf und Körper sind verbunden. Wir müssen auf beides und unsere Grenzen achten. Das können andere von mir lernen.

Das Leben mit einer Spastik ist eine Herausforderung. Und schön."

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Lokale Einbindung von Werkstatt-Frauenbeauftragten hilfreich auch für Gewaltschutzarbeit

„Davon profitieren alle!“

Acht Frauen in einem Saal sitzen im Abstand im Kreis und diskutieren. In der Mitte ist ein Mikrofon zu sehen.
Die Frauen aus dem Solinger Netzwerk und Projektreferentin Elena Doudis (2. von Links)

Frauen-Beauftragte von Werkstätten eingebunden in ein lokales Netzwerk – als gutes Beispiel hat das NetzwerkBüro NRW ein Solinger Frauen-Netzwerk zu einem Treffen am 17. September eingeladen. Es kamen Werkstatt-Frauen-Beauftragte, Gleichstellungs-Beauftragte und Frauen-Beraterinnen, um über Hürden und Erfolge der lokalen Zusammenarbeit zu sprechen.

„Wir wollen Frauen in Wohneinrichtungen und Werkstätten sowie die lokale Beratungslandschaft in einem gegenseitigen Öffnungsprozess unterstützen“, so Elena Doudis, Projekt-Referentin von Sicher, Stark und Selbstbestimmt, kurz „SiStaS“ genannt. „Nur so können wir die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen in Einrichtungen stärken“. „SiStaS“ wird seit 2018 als Projekt des NetzwerkBüros Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gefördert.

Bereits Ende 2018 hatte „SiStaS“ u.a. die Solinger Frauen zu einem regionalen Vernetzungstreffen eingeladen. Beim aktuellen Treffen waren sich alle Frauen einig: Das in Leichter Sprache durchgeführte Vernetzungstreffen hatte Barrieren in der Zusammenarbeit abgebaut, die weitere Kooperation gefördert und zu gestiegenen Beratungszahlen geführt. Ein Beispiel, das Schule machen sollte!

Klar wurde: Frauen-Beauftragte und Gleichstellungs-Beauftragte kämpfen oft mit ähnlichen Hürden, zum Beispiel wenn sie ohne Rückendeckung der Leitung oder als Einzelkämpferin arbeiten. Umso wichtiger, so die Teilnehmerinnen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Dabei können auch schon kleine Gesten viel dazu beitragen, dass die Frauen-Beauftragte der Werkstatt sich in ihrem neuen Arbeitsfeld willkommen fühlt und alle ihre Stärken in der Zusammenarbeit einbringen kann.

„Auch wenn es Ähnlichkeit zur Arbeit der Gleichstellungs-Beauftragten gibt“, so gab Elena Doudis zu bedenken, „so haben Frauen-Beauftragte doch immer noch mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen“. Zugleich wies sie darauf hin, dass es im gerade veröffentlichten Teilhabebericht NRW eine große Leerstelle gibt: die Situation von Frauen in Wohneinrichtungen und Werkstätten. „Daher betonen wir in unserer Arbeit die Herausforderungen, vor denen die Werkstatt-Frauenbeauftragten im Alltag stehen. Wir sehen aber auch: Wo es gelingt, sie einzubinden, schätzen die lokalen Netzwerke die Frauenbeauftragten sehr und profitieren von der Zusammenarbeit!“

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Presse-Mitteilung und Kurz-Info in Leichter Sprache

Frauen mit Behinderung: Kein Recht auf gynäkologische Versorgung?

Eine gezeichnete Version einer prostestierenden Frau im Rollstuhl
Für eine bessere gynäkologische Versorgung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen / chronischen Erkrankungen

Darum geht es, in Leichter Sprache:
Die Behinderten-Beauftragten aus Bund und Ländern fordern:
Arztpraxen sollen barrierefrei werden.
Das finden wir als Netzwerk sehr wichtig.

Viele Frauen mit Behinderung finden keine Frauenarzt-Praxis.
Zum Beispiel weil sie sich nicht auf den gynäkologischen Stuhl setzen können.
Oder weil sie mit Rollstuhl nicht in die Praxis kommen.

Auf Facebook haben uns Frauen geschrieben:
Oft suchen die Ärzt*innen gar nicht nach Lösungen.

Aber: Alle Frauen haben ein Recht auf eine Untersuchung.
Und ein Recht über ihren Körper Bescheid zu wissen.
Nur dann können die Frauen auf ihre Gesundheit aufpassen.

Wir fordern Lösungen für Frauen mit Behinderung:
- von Politiker*innen
- von den Krankenkassen
- von Ärzt*innen.

Unsere Presse-Mitteilung vom August:
Das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW begrüßt die Forderung der Behindertenbeauftragten aus Bund und Ländern vom 7.8.2020, die „Barrierefreiheit von Arztpraxen weiter durchzusetzen“. Das Netzwerk vertritt seit 25 Jahren im Sinne des Ansatzes „Nicht ohne uns über uns“ die Interessen von Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung in Politik, Verwaltung und Gesellschaft innerhalb von Nordrhein-Westfalen. Auch die Gesundheit und medizinische Versorgung von Frauen ist ein Kernthema der Netzwerkarbeit.
„Das ist ein Skandal. Jede Frau hat ein Recht auf gynäkologische Versorgung“, so Claudia Seipelt-Holtmann, eine der Netzwerk-Sprecherinnen. „Schon bei Netzwerk-Gründung von 25 Jahren haben wir eine barrierefreie gynäkologische Versorgung für alle Frauen gefordert.“

Das NetzwerkBüro verfasste auf den sozialen Medien einen Post dazu, der breite Resonanz erfuhr – es wurde schnell klar, dass auch andere Frauen mit Behinderung dieses Problem sehr gut kennen. Nicht alle Frauen finden Lösungen, was in der Folge bei vielen Frauen mit Behinderung zu einer schlechteren Grundversorgung und Prävention führt.

Insbesondere selbstbestimmte Sexualität, Kinderwunsch und der Umgang mit dem eigenen Körper werden in der Debatte um die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung ohnehin oft nur als Randthema behandelt. Für Frauen und Mädchen mit Behinderung ist jedoch die gynäkologische Versorgung ein Bereich, in dem viele spezifische Probleme und Bedürfnisse zusammenkommen. Nicht zuletzt bedeuten umfangreiches Wissen und gute Versorgung in diesem Bereich auch Prävention und Opferschutz im Bereich Gewalt.

Das Netzwerk ruft in seinem Jubiläumsjahr Akteur:Innen im Land und in den Kommunen dazu auf, alles dafür zu tun, dass Praxen und Krankenhäuser kurzfristig flexible Lösungen möglich machen. Diese Lösungen müssen sich an den Bedürfnissen der Patient:Innen orientieren.  Mittelfristig müssen die Krankenhäuser und Praxen alle nötigen Änderungen vornehmen, die das Menschenrecht auf gute ärztliche Versorgung auch für Frauen mit Behinderung umsetzen. 

Zugleich geben wir zu bedenken, dass es in vielen Praxen auch an der Einstellung liegt, wenn Frauen mit Behinderung nicht oder nicht in der richtigen Qualität behandelt werden. Ihre Probleme und ihre praktischen Vorschläge werden oft ignoriert. Diese Einstellungsproblematik lässt sich nicht durch die Unterstützung baulicher Maßnahmen beheben.

Deshalb fordert das Netzwerk, dass sich die Kassenärztlichen Vereinigungen bei dieser Frage von der Selbsthilfe und den Zusammenschlüssen der Menschen mit Behinderungen beraten lassen. Menschen mit Behinderungen und ihre Organisationen sollen außerdem auch im Rahmen von Schulungen und Fortbildungen für medizinisches Fachpersonal stärker eingebunden werden.

Literatur zum Weiterlesen:

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Netzwerktreffen in Wesel zeigt Auswirkungen des Lockdowns auf Frauen mit Behinderung

Frauenbeauftragte aus Werkstätten weiter stärken und vernetzen!

Vertreterinnen von NetzwerkBüro NRW und KoKoBe Wesel, zwei Werkstatt-Frauenbeauftragte, eine Frauen-Beraterin und das Team des Medienprojekts Wuppertal.

Beim "Treffen des Netzwerks für die Frauenbeauftragten" in Wesel am 1. September wurden nicht nur die negativen Begleiterscheinungen der Corona-Schutzmaßnahmen eindrücklich beschrieben. Es wurden auch positive Zukunftspläne gemeinsam geschmiedet.

Die KoKobe Wesel hatte im Anschluss an ein vom netzwerkBüro initiiertes Vernetzungstreffen die Federführung übernommen und die Teilnehmer*innen zu einem Folgetreffen im September 2019 eingeladen. Nachdem die 3. Sitzung wegen der Corona-Schutzmaßnahmen verschoben werden musste, konnten sich nun auf Einladung des NetzwerkBüros NRW wieder Frauenbeauftragte, Unterstützerinnen und andere Netzwerkpartner*innen in der Niederrheinhalle in Wesel treffen. Unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und begleitet durch ein Filmteam, wurde ausgetauscht, wie die Frauen den Lockdown erlebt haben, was sich für ihre ehrenamtliche Arbeit und auch für die Frauen in den Werkstätten geändert hat, und welche Pläne es gibt.

Das mehrmonatige Betretungsverbot der Werkstätten haben viele der dort arbeitenden Frauen (und Männer) mit Beeinträchtigung als sehr einschneidend empfunden. Manche Frauen waren in dieser Zeit sehr einsam. Andere waren mit einer zentralen Herausforderung vieler Frauen in NRW, dem Home Schooling, konfrontiert. Aber auch jetzt noch sei es ein schwieriges Arbeiten in den Werkstätten. So dürften sich die Beschäftigten nur noch in kleinen Gruppen sehen, wodurch ein Großteil des sozialen Austausches wegfalle.

Die Frauenbeauftragten tauschten sich über gute Erfahrungen in ihrer Arbeit aus – bspw. darüber, wie sich Frauen gut erreichen lassen und welche Beratungsbedarfe es gibt. Eine der Frauenbeauftragten, Eileen Köning, berichtete zudem: Sie arbeitet in einer der ersten Werkstätten, die die neue Rahmenvereinbarung des Landes NRW bereits unterzeichnet hat. Sie selbst hatte die Rahmenvereinbarung mit unterzeichnet. Diese Vereinbarung soll dazu beitragen, die Qualität der Arbeit und das gewaltfreie Arbeiten in Werkstätten in NRW zu gewährleisten, und enthält eine Selbstverpflichtung zu einem Gewaltschutzkonzept.

Die Teilnehmerinnen betonten, wie wichtig es sei, auch in Corona-Zeiten Gelegenheit zum Austausch zu bekommen, und wünschten weitere Angebote, besonders auch für Frauenbeauftragte.

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Wir erklären im Video, warum wir unsere Veranstaltungen so gründlich vorbereiten.

Projekt SiStAS: Gute Vernetzung braucht Vorbereitung

Ein Bildschirmfoto mit der Frauenbeauftragten
Hier ein Bildschirmfoto aus dem Video

Das "Vernetzungs-Treffen für Frauenbeauftragte" trifft sich wieder in Wesel am 1. September. Dieses Treffen ist eine von mehreren Folge-Aktivitäten eines ersten Vernetzungs-Treffens im Westmünsterland im April 2019.

Ursprünglich wurde die Zusammenarbeit durch das NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW (kurz: NetzwerkBüro NRW) als Unterstützung für Frauenbeauftragte in Werkstätten angestoßen. Mit unserem Projekt „Sicher, Stark und Selbstbestimmt“ hatten wir im Frühjahr 2019 nämlich zu diesem ersten Vernetzungstreffen nach Wesel eingeladen. Es kamen viele Frauen (und einige Männer) aus 3 Kreisen im Westmünsterland.

So konnten sich Frauenbeauftragte aus Werkstätten im regionalen Kreis mit Frauenberaterinnen, Gleichstellungsbeauftragten, Vertreter*innen der kommunalen Verwaltung oder Inklusionsbeauftragten austauschen.

Vor dem Treffen am 1.9. in Wesel besuchen wir eine neu gewählte Werkstatt-Frauenbeauftragte. auch sie soll sich willkommen führlen in diesem Kreis und sich gut beteiligen können. Das Video erklärt, warum und wie wir so ein Treffen vorbereiten. Außerdem stellen wir drei Frauen aus Wesel vor. Viel Spaß!

klickt hier zum Video über "Gute Vernetzung bracuht gute Vorbereitung!"

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Aufruf zum Mitmachen bei einem Forschungsprojekt

Arbeit und Leben und Behinderung.

"Arbeit. Leben. Behinderung. Forschungsprojekt der Uni Köln sucht euch für Interviews. Auch in Leicher Sprache.

Unter Leitung von Anne Waldschmidt wird an der Uni Köln aktuell ein Forschungsprojekt durchgeführt. Darin geht es um die Erfahrungen von Menschen mit Behinderung mit dem Thema Arbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die aktuelle Debatte über die Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen anregen.

In diesem Projekt werden Interviews mit Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Diese sollen von ihren Erfahrungen mit Arbeit, Beruf und Beschäftigung berichten.

Wir erleben im Netzwerk, dass die Erfahrungen mit Arbeit oder Arbeitslosogkeit, mit Werkstatt oder "normalem" Betrieb, mit Entmutigung oder Unterstützujng die Lebensqualität von Frauen in vielerlei Hinsciht beeinflussen.

Deshalb laden wir euch ein, bei diesem Projekt mitzumachen!

Unten findet ihr die Link zu den Informationspostern in schwerer und in leichter Sprache.

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