Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Projekte (seit 2010)

Digitale SiStaS-Tage "Stark durch Vernetzung"

Vom 25.11. bis zum 10.10. ...

Hier die Übersicht der Zoom-Treffen:

25.11.2020 von 10 - 11 Uhr: Eröffnung

26.11.2020 von 14 - 16 Uhr: Hürden der Vernetzung meistern

 

 

 

25.11.: Eröffnung

ÜberschriftBei unserem ersten Zoom-Treffen geht es um

Sicher, Stark und Selbstbestimmt (kurz: SiStaS, 2018-2021)

Direkt zur Projekt-Website www.Sicher-Stark-Selbstbestimmt.de (Leichte Sprache)

Unser aktuelles Projekt "Sicher, Stark und Selbstbestimmt. Ein starkes Netz für Frauen und Mädchen in Einrichtungen der Behindertenhilfe NRW" (01.01.2018 - 31.03.2021), liebevoll mit SiStaS abgekürzt, schaut auf die Situation von Frauen in Wohnheimen und Werkstätten.

SiStaS knüpft an die Ergebnisse des vorangegangenen Werkstätten-Projektes (2015-2017) an und hat selbst folgende Bausteine:

  • Wir sammeln Beispiele guter Praxis: Wir recherchieren Projekte, Maßnahmen und Angebote, die Frauen in Einrichtungen beispielhaft fördern und unterstützen. Präventionsangebote, Gründung von Selbsthilfegruppen oder Angebote externer Frauenberatungsstellen zählen zu solchen Beispielen guter Praxis.
  • Wir informieren und klären auf: Wir setzen Vertreter*innen unterschiedlicher Disziplinen über die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in Einrichtungen in Kenntnis und informieren zu Beispielen guter Praxis
  • Wir vernetzen: Um Frauen mit Behinderung in ihrer Selbstbestimmung und Möglichkeit zur Teilhabe zu stärken und zu fördern, ist ein breites Unterstützungsnetzwerk erforderlich. Mittels Expert*innenrunden, Fachgesprächen oder Fachtagungen regen wir zu einem fachübergreifenden Austausch an, um eine nachhaltige Vernetzung aller Beteiligten anzubahnen und weiter zu vertiefen.

SiStaS-Veranstaltungen

Im Verlauf des Projekts sprechen wir in unterschiedlichen Tagungsformaten (Expert*innenrunden, regionalen Vernetzungstagungen, lokalen Vernetzungstagungen, einem Fachtag) viele Personen gruppen an, z.B.

  • Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • betreut lebende Frauen mit Behinderung / chronischer Erkankung
  • kommunale Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte
  • das Frauen-Hilfe- und Beratungs-System
  • Interessensvertretungen
  • die Behindertenhilfe
  • die Landespolitik

Fachtag im August 2020

Als vorläufiger Höhepunkt des Projekts SiStaS war ein großer Fachtag am 25.08.2020 im Horion-Haus des LVR in Köln-Deutz veranstaltet. Hier rekapitulieren Teilnehmer*innen von Projektveranstaltungen gemeinsam ihre Erfahrungen, es werden Beispiele guter Praxis vorgestellt sowie Workshops zu Empowerment und Teilhabe von Frauen mit Behinderung durchgeführt. Ziel ist es, die bisherigen Erkenntnisse von SiStaS zu berichten, gemeinsam zu diskutieren und zu verstetigen.

Frauen und Mädchen in Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen (kurz: Werkstattprojekt, 2015-2017)

Das NetzwerkBüro führte vom 15.06.2015 bis 31.12.2017) ein Projekt zum Thema Frauen in Wohnheimen und Werkstätten durch. Das Projekt wurde vom Land NRW gefördert und wurde umgesetzt in Kooperation mit dem: Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW, dem Landschaftsverband Rheinland und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und hatte folgende Ziele:

  • Recherche von Beispielen guter Praxis: Recherche von Projekten und Angeboten, die Frauen in Einrichtungen beispielhaft fördern und unterstützen. Hierbei ging es um Projekte, Maßnahmen und Angebote auf Ebene der Behindertenhilfe, der Frauenberatungsstellen, der Selbsthilfe, der Wissenschaft und der Politik.
  • Anregung einer fachübergreifenden Vernetzung: Um der Vielschichtigkeit des Themas gerecht zu werden,  wurden unterschiedlichste Akteur*innen einbezogen und vernetzt: Vertreter*innen der Selbsthilfe, der Behindertenhilfe, der Frauenberatungsstellen, Wissenschaft und Politik wurden zur fachübergreifenden Vernetzung und zum Austausch angeregt. Insbesondere sollte die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung in NRW gefördert werden.
  • Information und Aufklärung: Zur Sensibilisierung und Förderung gendergerechter Strukturen in Einrichtungen wurden VertreterInnen der unterschiedlichen Disziplinen zur Lebens- / Arbeitssituation von Frauen in Einrichtungen sowie zu Beispielen guter Praxis aufgeklärt.
  • Fachtagung im Juni 2017: Zur Anregung einer fachübergreifenden Vernetzung wurde im Juni 2017 eine Fachtagung zum Thema durchgeführt. Auf der Tagung wurden sowohl die Projektergebnisse als auch Beispiele guter Praxis präsentiert.

ExpertInnenrunden: "Förderung und Stärkung von Frauen und Mädchen mit Behinderung in Wohnheimen und Werkstätten", 2.12.16 in Dortmund, und „Frauenbeauftragte und ihre Unterstützerinnen“, 15.11.17 in Münster

Wie geht es Frauen, die in Wohnheimen leben oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten? Welche in- und externen Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es für Frauen und Mädchen? Wie sieht es mit Konzepten zur Gewaltprävention und Frauenstärkungsprogrammen in Einrichtungen der Behindertenhilfe aus? Welche Rolle spielt die Selbsthilfe und die Interessenvertretung behinderter Menschen? Wie arbeitet die Wissenschaft und Forschung zu diesem Thema?

Um solche Fragen ging es bei den ExpertInnenrunden bei der sich Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Frauen –und Mädchenberatungsstellen, Behindertenhilfe, Interessenvertretungen und Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung / chronischer Erkrankung trafen und sich gegenseitig austauschten. Bei den eingeladenen TeilnehmerInnen handelte es sich um VertreterInnen, die aufgrund ihres hohen Engagements und / oder ihrer vorbildlichen Projekte zum Thema viel Fach- und ExpertInnenwissen mitbrachten.

Der Fachtag "Sicher, Stark und Selbstbestimmt"

  • Wie geht es Frauen in Wohnheimen und Werkstätten?
  • Was trägt zur Sicherheit und Stärkung von Frauen in Einrichtungen bei?
  • Welche Maßnahmen tragen zur Förderung der Selbstbestimmung bei?

Um diese und ähnliche Fragen ging es auf dem Fachtag „Sicher, Stark und Selbstbestimmt“, die das NetzwerkBüro am 7.7.17 beim Landschaftsverband Rheinland in Köln im Rahmen des 2,5 jährigen Projekts „Frauen in Wohnheimen und Werkstätten in NRW“ durchführte.

Bericht zum Download

Im Rahmen der Fachtagung hielten Theresia Degener und Nicole Andres den Vortrag "Behinderte Frauen und ihre Menschenrechte nach der UN BRK". Hier geht es zum Vortrag in Leichter Sprache.

 

Befragung von 2014

Das Projekt ist eine Weiterführung des Projektes von 2014 „Recherche zu Daten, Studien und Berichten über Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Wohnheimen und Werkstätten in Nordrhein-Westfalen.“ Ein Bestandteil dieses Projektes war eine Befragung von Wohnheimen und Werkstätten in Nordrhein-Westfalen. Als ein Fazit kann festgestellt werden, dass ein flächendeckender Auf- und Ausbau gendergerechter Angebote in den Einrichtungen erforderlich ist um Frauen entsprechend stärken und fördern zu können.

Zur Auswertung der Befragung

Auswertung zum Download

Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe (2010 - 2013)

Aufklärung, Aktivierung und Vernetzung der Selbsthilfe für präventive Maßnahmen gegen Depressionen und psychosomatische Störungen unter genderspezifischen Aspekten

Zeitraum: 15.05.2010 – 31. 07.2013

Ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e.V und des NetzwerkBüros Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW

Gefördert von der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK NORDWEST

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Projekthintergrund

Behinderte und chronisch erkrankte Menschen sind von vielfältigen Stress erzeugenden Lebensbedingungen umgeben. Dazu gehören Formen der gesellschaftlichen Ausgrenzung bis hin zur Diskriminierung aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung sowie ein Mangel an psychosozialer Unterstützung bis hin zu Isolation und Vereinsamung. Sind nicht ausreichend Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten vorhanden, um diesen chronischen Belastungen begegnen zu können, können sich gravierende psychosomatische und psychische Störungen wie Depressionen entwickeln.

Bereits 2000 ergab die LIVE Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderung / chronischer Erkrankung, dass 93,5% aller befragten Frauen im Zeitraum eines halben Jahres vor der Befragung häufig gesundheitliche Beschwerden festgestellt haben in Form von Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen, Schmerzen, Herz-Kreislaufstörungen und Depressionen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine 2011 von der Universität Bielefeld erstmalig repräsentativ durchgeführte Studie zur Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen in Deutschland. Von der Mehrheit der Befragten wurden zusätzlich zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen psychische Probleme benannt.

zur Studie Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland

Zu den psychosozialen Belastungen kommen häufig latente bis massive Angstformen hinzu: Angst vor der Verschlechterung des Zustandes, vor der Zukunft oder vor dem tödlichen Verlauf der Behinderung / Erkrankung. Bei fehlender Möglichkeit der Aufarbeitung der Ängste können sich vielfältige psychische und psychosomatische Störungen chronifizieren, was sich negativ auf den gesamten Verlauf einer Behinderung bzw. Krankheit auswirkt und ausgeprägte Konsequenzen für das gesamte Leben zur Folge haben kann (Arbeitslosigkeit / Rente / Armut / soziale Isolation).

Projektziele

Mit dem Ziel einer verbesserten Prävention von Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung, haben sich die LAG SELBSTHILFE NRW e.V. und das NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW der Thematik angenommen und ein Projekt auf die Beine gestellt. Finanziert wird das Projekt von der AOK Rheinland / Hamburg und AOK NORDWEST im Rahmen der Selbsthilfeförderung.

In der ersten Projektphase (Mai 2010 – Mai 2011) ging es zum Einen darum die Aktualität des Themas Depressionen und psychosomatische Störungen in den Selbsthilfeverbänden und –gruppen festzustellen und zum anderen um die Erfassung der alltäglichen Belastungen und deren Auswirkungen auf das psychische und somatische Befinden bei Menschen mit Behinderung / chronischer Erkrankung.

Die Erhebung der Aktualität des Themas in den Verbänden und Gruppen wurde mittels eines Fragebogens erhoben, der landesweit verschickt wurde. Insgesamt wurden 45 Fragebögen ausgewertet. Wie die Auswertung gezeigt hat ist bei der Mehrheit der Verbände und Gruppen, nämlich bei 74%, das Thema Depression und psychosomatische Störungen von großer Aktualität und Relevanz.

Zur Analyse der Belastungen und ihrer Auswirkungen auf das psychische und psychosomatische Befinden wurden zwei Fokusgruppen (Instrument der qualitativen Sozialforschung) mit Frauen und Männern mit unterschiedlichen Behinderungen und Erkrankungen durchgeführt.

Sowohl die Ergebnisse der Fokusgruppen als auch der Befragung der landesweiten Selbsthilfe wurden auf der im März 2011 stattgefundenen Fachtagung zum Thema vorgestellt. Die Fachtagung auf der Betroffene, VertreterInnen der Selbsthilfe und der Gesundheitsversorgung miteinander diskutieren stieß auf große Resonanz und machte den hohen Bedarf deutlich, der bezüglich der Bearbeitung und Enttabuisierung des Themas Depressionen und psychosomatische Störungen in der Selbsthilfe besteht.

Die Projektergebnisse haben gezeigt, dass es dringend erforderlich ist sowohl für Betroffene, als auch für VertreterInnen der Selbsthilfe und der Gesundheitsversorgung Aufklärungs-und Schulungsangebote bereit zu stellen.

Durch die Aufklärung und Sensibilisierung aller Beteiligten (VertreterInnen der Selbsthilfe und der Gesundheitsversorgung, Menschen mit Behinderung / chronischer Erkrankung) kann eine angemessene Unterstützung greifen und der Entwicklung depressiver und psychosomatischer Störungen entgegen gewirkt werden.

Im August 2011 (Projektende 2013) ist das Projekt in seine zweite Phase getreten. Der Schwerpunkt liegt in der Aufklärung und Stärkung der regionalen Selbsthilfe in Bezug auf das Thema Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung / chronischer Erkrankung. Bisherige Projektergebnisse und geeignete Handlungsstrategien sollen vorgestellt und diskutiert werden. Hierfür werden u.a. regionale Informationsveranstaltungen in Kooperation mit den örtlichen Versorgungs- und Selbsthilfeangeboten durchgeführt.

Inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Sensiblisierung und Aufklärung der kommunalen und landesweiten Selbsthilfe und (psychosozialen) Gesundheitsversorgung
  • Vermittlung von Handlungsstrategien im Umgang mit Depressionen und psychosomatischen Störungen für Selbsthilfeverbände- und gruppen
  • Auf- und Ausbau regionaler ExpertInnenpools für eine effektive Unterstützung Betroffener