Projekte

  • LauterStarke FrauenProjekt zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
  • Depressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung als Thema im Fokus der SelbsthilfeDepressionen und psychosomatische Störungen bei Behinderung/chronischer Erkrankung im Fokus der Selbsthilfe unter genderspezifischen Aspekten

Sozialpolitische Vertretung

Sozialpolitische Interessenvertretung und Gremienarbeit

„Niemand darf wegen seiner Behinderung/chronischer Erkrankung benachteiligt werden“ – auf diesem Grundgesetzartikel 3 basiert die sozialpolitische Arbeit von Netzwerk und NetzwerkBüro. Ebenso wichtig für unser Wirken sind dabei die Begriffe der Antidiskriminierung, der Chancengleichheit, der Gleichberechtigung sowie im weiteren Sinne der Menschenrechte.

Ausgehend von diesen Grundsätzen machen wir Politik und Gesellschaft auf die besonderen Lebenslagen und die Problemstellungen von Frauen und Mädchen mit Behinderung und schwerer chronischer Erkrankung aufmerksam. Ihre Bedürfnisse sind bei sozialpolitischen Entscheidungen stets mitzudenken.

Ziel ist es, politische und gesellschaftliche, individuelle und allgemeine Voraussetzungen zu schaffen, die den betroffenen Frauen eine selbstbestimmte Lebensführung und die gleichberechtigte Teilhabe im gesellschaftlichen Gefüge ermöglichen.

Beteiligungsrechte müssen nun umgesetzt werden
In der Behindertenpolitik hat der so genannte Paradigmenwechsel – weg vom Fürsorgegedanken hin zu Selbstbestimmung und Teilhabe – bereits stattgefunden. Wichtige gesetzliche Grundlagen wurden, auch durch die aktive Beteiligung der Netzwerkfrauen, mit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), dem Landesgleichstellungsgesetz NRW (LGG) und dem Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) geschaffen.

Dennoch bleibt viel zu tun.
Nach wie vor bestehen erhebliche Barrieren in den Köpfen der Menschen, verhindern diskriminierende, jedoch etablierte Strukturen einen gleichberechtigten Zugang zu zentralen Lebensbereichen.
So stellen wir die doppelte Benachteiligung von Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung noch immer, und immer wieder in wesentlichen gesellschaftlichen Kontexten fest: im Erwerbsleben, in der beruflichen Rehabilitation, in der gesundheitlichen Versorgung, in Beziehung und Familie...

Sozialpolitische Interessenvertretung in der Praxis
Die Umsetzung der rechtlichen Grundlagen bildet einen Arbeitsschwerpunkt von Netzwerk und NetzwerkBüro. Die Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung müssen und wollen ihre Möglichkeiten und Rechte kennen. Politik und Gesellschaft müssen wissen, in welcher Form und in welchen Bereichen Hilfen gezielt ankommen können. Beispiele positiver Praxis gehören zur Anschauung in die Öffentlichkeit.

Mit diesen Absichten sind wir Netzwerkfrauen in Arbeitskreisen, Plenen oder landesweiten Gremien und Bündnissen aktiv und vertreten dort die Interessen der Frauen und Mädchen mit Behinderung:

  • Berufung in den Beirat der Landesbehindertenbeauftragten NRW
  • Delegation in den Landesbehindertenrat
  • Vertretung im Gesundheitsnetzwerk NRW
  • Vertretung am runden Tisch „Frauen in Not“ des Landtags NRW
  • Vertretung im Frauengipfel NRW
  • Mitarbeit in der Patientenvertretung NRW
  • Mitgestaltung bei Aspekten der Frauengleichstellung in der LAG SB NRW
  • ...und in vielen weiteren Initiativen

Langfristig möchten wir dazu anregen, das Konzept der sozialpolitischen Interessenvertretung von Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung fest in den einzelnen Kommunen und Gemeinden zu etablieren. So werden die besonderen Belange dieser Frauen direkt vor Ort mitgedacht, können entsprechend berücksichtigt und als Beispiele guter Praxis in das Land NRW weiter getragen werden.

Berichte über diese Form der Mitarbeit finden Sie hier unter verschiedenen Themenschwerpunkten aufgelistet. Nach und nach möchten wir Ihnen damit eine Übersicht unserer Tätigkeiten ermöglichen und zudem Anregungen für die eigene Praxis geben.

Rechte durchsetzen braucht Unterstützung!

Der Sozialverband VdK NRW unterstützt Menschen ohne Lobby bei der Durchsetzung von Geldern, die oft ihre Existenz sichern. Laut Pressemitteilung das VdK wurden durch seine Intervention über neun Millionen Euro Nachzahlungen erstritten. Rentenansprüche, Pflegestufen oder eine Schwerbehinderung werden oft nur anerkannt, wenn sich Betroffene auf juristischem Wege gegen ablehnende Bescheide zur Wehr setzen.

Zur Pressemitteilung:

2015-02-11-PM-VdK-NRW-zu-Sozialgerichten.pdf